Dienstag, 11. Februar 2020 – Driving Creek Railway and Pottery, Rapaura Watergardens, Square Kauri Tree, Orere Point

Driving Creek Railway
Switch Back / Spitzkehre

Als erstes geht es am Morgen durch Coromandel hindurch zur Driving Creek Railway and Pottery. Barry Brickell kaufte das Land 1973 und fing hier an zu töpfern. Ton gab es auf dem Land und um den zur Töpferei zu bringen, baute er eine Eisenbahn, 15 Zoll Spurweite. Als Tüftler beliess er es aber nicht nur bei der Bahn für Töpferton, sondern baute die Bahn aus, weiter den Berg hinauf. Um den Höhenunterschied zu überwinden, baute er Kehrschleifen und Switch Backs (Spitzkehren). Die Strecke weist 3 Tunnels auf und 8 Brücken, wovon die eine auf der unteren Ebene in die eine und nach einer Kehrschleife auf der oberen Ebene in die andere Richtung befahren wird. Die Fahrt auf der 2600 Meter langen Strecke dauert etwa 30 Minuten und auf der Bergstation ist ein Aussichtsturm (Eye Full Tower) gebaut worden, der einen schönen Ausblick auf Coromandel ermöglicht. Barry Brickell starb 2016 und wurde von seinen Leuten mit dem Zug den Berg hochgefahren und an der Strecke beerdigt, an dem Platz wo er gerne auf einer Bank sass und ein Glas Rotwein trank. Eine interessante Bahn und für Zugfans bei einem Besuch in der Gegend ein Muss. Und das kleine Café an der Talstation hat sehr feine Scones im Angebot!

Raparua Watergardens
Seerosenteich
3 of „Seven Steps to Heaven“

Via Tapu geht es wieder auf einer gewundenen Strasse zu den Rapaura Watergardens. Die Gärten wurden in den 60er Jahren angelegt und beinhalten heute 2 Spaziergänge. Der erste führt durch die Gärten beim Haus, um die Teiche und durch den Wald. Auf den grösseren Teichen findet man Seerosen (wieso sind es auf Deutsch Rosen, auf Englisch aber Lilien?), pink und weiss. Irgendwo auf einem Waldweg kommt uns ein Kaninchen entgegen und verschwindet, als es uns bemerkt, seitwärts in den Wald. Neben dem nächsten Teich sitzen alle Enten im Schatten. Entweder haben sie warm oder sie hoffen auf Futter. Beim Eingang kann man nämlich Entenfutter kaufen, aber man soll die Enten erst auf dem zweiten Teil des Rundgangs füttern. Und wir sind immer noch auf der ersten Hälfte. Zurück beim Haus geht es dann auf die zweite Hälfte der Tour, diesmal wieder an einen grossen Teich, auch der fast zugedeckt mit Seerosen. Und hier könnte man die Enten füttern, aber die sind ja alle beim andern Teich! Fast alle! Zwischen den Seerosenblättern ist die eine Ente nur schwer zu sehen. Die kann sich aber nun an dem Futter vollfressen, denn sie muss nicht teilen! Wir machen uns nach vollbrachter Fütterung auf den Weg zu den «Seven Steps to Heaven», einem Wasserfall in sieben Stufen. Nach einem Spaziergang durch den Wald hören wir das Wasser rauschen und kommen zwischen der dritten und vierten Stufe an den Fällen an, ein idyllisches Plätzchen. Drei Stufen des Falles können wir frontal sehen, die vierte von oben, aber die andern drei können wir auf dem Weg zurück durch das Dickicht im Wald nur erahnen.

The Square Kauri Tree

Von hier aus wollen wir zum «Square Kauri Tree», der soll hier ganz in der Nähe stehen, einfach ein bisschen weiter die Strasse entlang. Die Strasse geht aber nach wenigen hundert Meter in eine Schotterstrasse über und es geht wieder staubig weiter. Wir fahren und fahren und kein Hinweis auf den «Square Kauri Tree». Bei der Passhöhe angekommen, sind wir überzeugt, dass wir weiter gefahren sind als nötig, also drehen wir um. Auf der schmalen Schotterstrasse gar nicht so einfach. Auf dem Weg zurück ins Tal sehen wir auf der rechten Seite plötzlich eine Tafel «Square Kauri Tree Parking 100 m» und nach wenigen Metern sehen wir auch den Pfad, der dorthin führt. Wenn man von unten kommt fehlt jeder Hinweis und den Pfad kann man auch nicht sehen! Wir stellen unser Auto neben der Strasse ab (nicht auf dem offiziellen Parkplatz) und folgen dem Pfad zum Baum. 186 Treppenstufen hinauf, etwas durch den Wald und wieder 7 Stufen hinunter, dann ist man auf der Plattform, gleich neben dem Baum. Der Baum soll etwa 1200 Jahre alt sein und der Stamm ist nicht rund, sondern eckig. Die Seiten des Baumes sind ziemlich flach und die Ecken abgerundet, man kann das Viereck erahnen. Dann geht es die 193 Treppenstufen wieder zurück zum Auto und wir machen uns auf den Weg Richtung Norden, was allerdings nicht geht ohne einen Umweg Richtung Süden, durch Thames (Tankhalt) und dann weiter bis nach Orere Point, wo wir einen Campground finden, der an der Strasse liegt, die uns morgen weiter Richtung Norden bringen soll.

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