Donnerstag, 13. Februar 2020 – Rainbow Falls, Charlie’s Rock, Pukenui, Cape Reinga, Te Kao, Ahipara

Rainbow Falls

Vom Campground aus fahren wir eine kurze Strecke bis zu den Rainbow Falls. Gleich neben dem Parkplatz gibt es 3 Platformen, von wo aus man die Fälle sehen kann. Bei der ersten von vorne, bei der zweiten sieht man direkt an die Kante und bei der dritten sieht man den Fluss über die Kante stürzen. Aber das ist viel zu wenig interessant, also nehmen wir den schön angelegten Trail und gehen an den Fuss des Falles, wo es einen ziemlich grossen See hat. Ausserdem sieht man hier auch die Höhle, die das Wasser im Laufe der Zeit in den Berg gespült hat. Mit etwas Akrobatik und Balance schaffe ich es über den Fluss und von dort mit etwas Spazieren und Klettern erreiche ich die Höhle und stehe hinter den Fällen. Hätte es mehr Wasser, wäre der Eindruck sicher noch dramatischer als jetzt. Ich überlege für den Rückweg weiter zu gehen, aber da ist es mir zu matschig und unsicher, darum klettere ich wieder den gleichen Weg zurück und dann nochmal den Balanceakt über die Steine, wieder zum Ausgangspunkt.

Von hier aus gehen wir aber nicht gleich wieder zurück, sondern eine halbe Stunde dem Fluss entlang hinunter. Auch hier wieder ein schön angelegter, idyllischer Wanderweg. Einzig getrübt von der angehenden Grossbaustelle hinter dem Bauzaun. Offensichtlich soll es hier Wohnhäuser geben, aber im Moment ist die Baustelle erst abgeholzt und völlig kahl. Nach einer guten Stunde sind wir zurück, machen nochmals ein paar Fotos von den Rainbow Falls, die jetzt mehr im Sonnenlicht sind als vorher. Hier wäre es besser erst mittags oder sogar nachmittags herzukommen.

Von hier aus wollen wir zu «Charlie’s Rock», ein weiterer Wasserfall in Kerikeri. Wir fahren dahin wo die Stelle auf der Karte im Campground eingezeichnet war. Dort führt eine Brücke über den Fluss, daneben trainieren die Spielerinnen und Spieler des Croquet Clubs auf ihrem perfekten Rasen. Gegenüber ist eine Bootsrampe und dort kommt gerade ein Lastwagen, um ein grösseres Boot abzuholen. Nur einen Wasserfall oder einen Weg zu einem Wasserfall finden wir nirgends. Na ja, macht nichts, wir haben schon genug davon gesehen und vielleicht war dies nicht der letzte.

Dann geht es jetzt los Richtung Norden. Wir wollen heute noch nach Cape Reigna. Bis zum Mittag schaffen wir die Strecke bis Pukenui, wo wir beim «Einkausfzentrum» anhalten. Das Gebäude enthält einen kleinen Supermarkt, eine Kaffeebar, sonst noch einen oder 2 Läden und ein Restaurant. Aber das ist alles was es hier hat und das Essen im Restaurant ist gut.

Cape Reinga
Tasmanische See und Pazifik treffen hier aufeinander

Bis Cape Reinga geht es über die üblichen kurvigen neuseeländischen Strassen, Hügel hinauf und hinunter, bis wir dann ganz «oben» ankommen. Hier treffen die Tasmanische See und der Pazifik aufeinander und das aufgewühlte Meer gleich vor der Küste zeugt davon. Der Weg führt vom Parkplatz hinunter zum Leuchtturm, von wo aus man einen tollen Blick hat über das Meer, zum Strand und hinüber zum North Cape, das der wirklich nördlichste Punkt der Nordinsel ist. Dorthin hat es aber keine Strasse, es hat keinen Leuchtturm und die zwei Meere treffen hier aufeinander. Darum kommen alle hierher. Zum Cape Reigna gibt es nur die eine Strasse, also müssen wir zwangsweise die gleiche Strecke wieder zurück fahren. Das ist einerseits etwas langweilig, aber hat andererseits den Vorteil, dass wir auf der Rückfahrt in Te Kao anhalten können und dort Glacé kaufen können. Der Laden dort hat angeblich die grössten Glacés des Landes. Wir kaufen eine Kugel für Amy, 2 Kugeln für mich und verzichten auf die grösste mögliche Portion mit 6 Kugeln! Aber es ist trotzdem so viel, dass mir die Glacé schon bald über die Finger tropft und dann läuft. Meine besten Bemühungen alles Aufzulecken helfen nur bedingt und ich bin froh, dass es gleich um die Ecke ein WC mit Handwaschbecken hat. Aber fein war’s!

In Kaitaia fangen wir an nach einer Möglichkeit zum Übernachten zu suchen. Das nächste was wir finden ist in Ahipara, einem kleinen Ort am Meer. Am Anfang des 90-Mile-Beach, der von hier bis zum Cape Reinga reicht. Bei Ebbe soll man auch einige Schiffswracks sehen können, heisst die Bucht hier doch auch «Shipwreck Bay». Sonnenuntergang ist eine halbe Stunde nach Ebbe, doch als ich kurz vor Sonnenuntergang am Strand eintreffe, versinkt die Sonne nicht im Meer, sondern hinter der nächsten Landzunge. Ausserdem ist es noch leicht bewölkt, also gibt es keine spektakulären Bilder. Und obwohl Ebbe ist, kann ich auch keine Schiffswracks entdecken.

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