
Nach der Abfahrt von Cairns Richtung Süden, biegen wir von der Strecke ab Richtung Josephine Falls. Ein schöner, mehrstufiger Wasserfall im Wald, der auch wieder zum Baden einlädt. Bei jeder Stufe hat es Leute, die das kühle Wasser geniessen, beim untersten See sind die meisten. Und es kommen noch mehr, denn als wir zum Parkplatz zurückkommen, spuckt ein Bus gerade seine Ladung Touristen aus, die alle zielstrebig mit Badesachen bewaffnet den Weg unter de Füsse nehmen. Wir machen dann noch einen Umweg via «Golden Hole», eigentlich ein Picknickplatz an einem Fluss, gut ausgestattet mit Parkplatz und WC. Am ruhigen Fluss liesse es sich auch gut baden, aber es hat Warnschilder, dass hier Krokodile gesichtet wurden.

Auf dem Rückweg zur Hauptstrasse Richtung Süden, kommen wir an einem Stand vorbei, wo frische Papayas verkauft werden. Für 1$ pro Stück lassen wir uns das nicht entgehen und haben schon den Dessert für Znacht. Immer wieder kommen wir an Warnschildern «unbewachter Bahnübergang» vorbei und wir kreuzen dann auch jedes Mal Schienen. Schmalspur, wahrscheinlich 70 oder 75 cm, für Züge die für den Transport von Zuckerrohr verwendet werden. Diverse dieser Strecken sind aber wohl nicht mehr in Gebrauch, denn oft enden die Geleise links und rechts der Strasse, führen ins Nichts oder sind völlig zugewachsen. Aber noch mehr hat es Strecken, die offensichtlich noch benutzt werden, denn es gibt Ausweichstellen und an einigen wenigen Orten sogar einige Wagen, die abgestellt sind. Es ist auch noch nicht Erntezeit für das Zuckerrohr. Die Stengel auf den Feldern sind gerade mal etwa 1 Meter hoch.

Beim Mamu Skywalk machen wir auch wieder Halt. Ein Weg durch die Baumwipfel des Regenwaldes. Allerdings geht es zuerst auf einem gewundenen, normalen Weg durch den Wald. Man wandert hier zuoberst auf einem alten Lavastrom, rechts geht es flach zu den Feldern, links geht es steil ins Tal hinunter. So kommt man zum ersten Aussichtspunkt, eine Aussichtsplatform 35 Meter weit hinaus gebaut, so dass man eine tolle Aussicht über das Tal hat. Die Stütze ist bei etwa 15 Metern, der Rest schwebt frei über dem Tal und schwankt ein wenig, was einigen Besuchern etwas Schwierigkeiten bereitet. Weiter entlang des Wegs gibt es dann einen Rundgang durch die Baumwipfel, auch wieder über das Tal hinaus gebaut (ähnlich wie in Mogelsberg) und am Ende einen Aussichtsturm (37 m hoch). Von oben hat man einen tollen Ausblick und es ist auch nicht mehr ganz so heiss, weil es etwas Wind hat.
Auf dem Rückweg treffen wir einen der Arbeiter, die gerade am Ausbessern des Skywalks sind. Er erzählt uns, dass er dabei war den Skywalk bei der Gondelbahn in Kuranda zu bauen. Der wurde nämlich erst im Mai 2019 eröffnet. Und er zeigt uns Fotos vom Wasserfall dort, wenn es mehr Wasser hat als jetzt, aber sagt auch, dass es Zeiten gibt, wo es noch mehr Wasser hat und man keine Felsen mehr sieht, von oben bis unten.
Bei der Ankunft in Townsville fahren wir gleich auf den Castle Hill. Castle Hill war eine wichtige Verteidigungseinrichtung Australiens gegen die Japaner ab 1942. Beobachtungsposten und Kanonen waren hier oben installiert, denn in der «Coral Sea» lauerte die japanische Navy. Und von hier hat man auch einen tollen Blick über die ganze Stadt.