Samstag, 28. Dezember 2019 – Wentworth Falls, Three sisters

Heute fahren wir selbst los und als erstes geht es zu den Wentworth Falls. Die Anzeige im Auto warnt, dass das rechte Abblendlicht nicht funktioniert. Und dass das linke Abblendlicht nicht funktioniert. Wir fahren trotzdem los, es ist schliesslich Tag. Weil es hier an der Strasse Richtung Westen aber gerade eine grössere Baustelle gibt (Ersatz einer Eisenbahnbrücke), gibt es eine Umleitung, die unser TomTom gar nicht versteht und uns etwas im Kreis herumdirigiert. Schlussendlich finden wir den Weg über den Fluss doch noch, aber nicht auf der Autobahn, sondern auf der normalen Strasse und die führt in mehreren steilen Spitzkehren in die Berge hinauf, Konkurrenz für unsere Passstrassen. Bei den Wentworth Falls angekommen, fahren wir auf den Parkplatz und ich kontrolliere das Licht. Tatsächlich, beide Lichter funktionieren nicht mehr, aber Tagfahrlicht und Scheinwerfer gehen noch, also keine dringende Reparatur notwendig. Dann nehme ich Rucksack, Bauchtasche und mein Kanada Cap aus dem Auto, bleibe beim Rückwärtsgehen am Randstein hängen, stolpere dann über einen Steinblock der sich gemeinerweise hinter mich gerollt hat und lande einigermassen unsanft auf dem Parkplatz mit aufgeschürftem Knöchel, aufgeschlagenem Knie und schmutzigen Händen. Zum Glück nicht wirklich viel passiert.

Amy am „Weeping Rock“

Wir gehen dann los Richtung Wasserfälle und entdecken, dass es hier diverse Möglichkeiten hat von wo aus man die Fälle sehen kann. Und sie sind alle recht spektakulär, weil sie nahe dem Abgrund über der Schlucht angelegt sind. Leider merkt man auch hier die Trockenheit, die Fälle haben nur wenig Wasser. Dafür könnte man ganz unten in der Schlucht in einem kleinen See baden, was auch einige Leute machen, aber uns scheint der Abstieg zu mühsam. Und dann der anschliessende Wiederaufstieg! Und einen Rundgang kann man nicht machen, denn die weitere Route ist wegen des Rauchs geschlossen, denn die Aussicht auf die Fälle ist wegen des Rauchs getrübt und erinnert an einen Hochnebeltag in der Schweiz. Wir gehen vom Parkplatz bis oben an die Fälle und dann via Weeping Rock wieder zurück. Es lohnte sich auf jeden Fall hierher zu kommen, auch wenn es etwas schmerzhaft war.

„Huere steil!“

Bei den «Three sisters», etwas weiter die Strasse hinauf, gibt es vom Visitors Center aus einen guten Ausblick auf die Felsformation. War es bei den Wentworth Falls noch erträglich, wird es hier nun richtig trüb. Aber wir machen trotzdem unsere Fotos und gehen dann noch den Pfad zu den 3 Schwestern hinunter. Dort kann man über eine steile Treppe zur ersten Schwester hinuntergehen, die über eine kleine Brücke erreichbar ist. Dort hat es eine Nische, in der sich einige Personen aufhalten können. Rundherum geht es ein paar hundert Meter in die Tiefe, also schön vorsichtig sein beim Bewegen und auf der Treppe!

Weil die Sicht schlechter wird, beschliessen wir die «Scenic World» Seilbahn nicht zu besuchen, die Aussichten auf eine gute Aussicht sind einfach zu schlecht. Also fahren wir zurück nach Cranebrook, diesmal über die Autobahn, was uns dann wieder grössere Umwege kostet, weil das TomTom nicht begreift, dass wir eine Umleitung fahren und die Umleitung auch schlecht ausgeschildert ist. Wir schaffen es dann aber doch noch vor dem Eindunkeln zurück.

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