Nach dem Zmorge heisst es noch die letzten Sachen einpacken. Weil Qantas den Flug von Sydney nach Singapore um dreieinhalb Stunden verspätet hat, werden wir in Singapore nicht viel Zeit zum Schlafen haben. Also gehen die Kleider für den Flug Singapore – Bandar ins Handgepäck, dass wir in Singapore im Hotel die Koffer nicht aufmachen müssen. Es ist erstaunlich, wie fest man einen Koffer überfüllen kann und man ihn dann doch noch schliessen kann, weil sich der Inhalt immer noch zusammenpressen lässt! Susan, unsere Hostess, bestellt dann für uns ein Uber und wir verabschieden uns Richtung Airport. Dort angekommen müssen wir noch eine Weile warten bis wir einchecken können. Wir versuchen dann die Self-Check-in Maschinen, aber die wollen uns auch nicht helfen und so werden wir an den Business Schalter geschickt, um unser Gepäck loszuwerden. Mit 27 und 17 Kilo Gewicht haben wir nicht soviel dabei, nutzen nur gerade die Freigepäckgrenze für eine Person aus. Als ich mich noch erkundige, ob die Sitze Fenster und Gang sind, stellt der junge Mann am Schalter fest, dass wir auf dem Sydney – Singapore Flug nicht nebeneinander sitzen. Er macht den nötigen Sitzwechsel und dann stellt Amy fest, dass auf der Bordkarte «Business» steht. Qantas hatte mir ein Mail geschickt, ob ich ein Upgrading wolle und ich könne dafür ein Gebot abgeben. Also hatte ich geschaut, was das tiefste, mögliche Gebot war und das gab ich ein. 305 australische Dollar pro Person für einen achtstündigen Flug. Ich hatte mir nicht viel Chancen ausgerechnet, aber sie hatten das Gebot akzeptiert und wir haben nun Sitze in Business Class.
Der Flug von Auckland nach Sydney verläuft ohne nennenswerte Ereignisse, aber die Premium Econmy von Qantas auf der Boeing 787-9 Dreamliner ist wirklich komfortabel. Und der Flug ist lang genug, um einen ganzen Film zu sehen, aber kalt und Amy braucht eine Wolldecke, weil wir keine warmen Sachen im Handgepäck haben.
In Sydney angekommen verbringen wir den langen Aufenthalt in der Business Lounge von Qantas. Für die extra 305 Dollar pro Person müssen wir auch eine Gegenleistung bekommen! Die Lounge ist gross und in diverse Sektionen unterteilt. Es gibt verschiedene Stühle und Sessel und wir setzen uns in etwas niedriges, bequemes, mit einem Tischchen, um Essen und Trinken abstellen zu können. Die Essensauswahl könnte grösser sein, aber eigentlich haben wir keinen Hunger und nachher werden wir auf dem Flug noch Znacht serviert bekommen.
Das Boarding für den A380 startet dann ziemlich früh und als Business Passagiere können wir auch schnell einsteigen, weil wir in den oberen Stock müssen, wo sich die ganze Business Class befindet. Wir sind ziemlich in der Mitte des Flugzeuges, am Fenster und am Gang. Das Hatrack hier oben ist gross genug für Amys Rucksack, aber meinen dicken Rucksack kann ich über unseren Sitzen nicht unterbringen. Also verstaue ich ihn in ein Hatrack über den Sitzen in der Mitte. Die Dame, die sich dann dort platziert, hat nichts dagegen, vielleicht auch darum nicht, weil ich ihr mit ihrem Handgepäck behilflich bin. Die Business Class Sitze hier sind in einer 2-2-2 Konfiguration aufgestellt und entsprechend weit auseinander, brauchen die Sitze doch immer 2 Meter Abstand. Mit der SWISS Konfiguration könnte man wesentlich mehr Sitze einbauen. Aber vielleicht will man das ja gar nicht.
Nach dem, nach neuem Flugplan, pünktlichen Abflug gibt es schon bald ein feines Nachtessen und dann schlafe ich eine Weile, denn in Singapore wird uns nicht so viel Zeit zum Schlafen bleiben. Der Flug landet dann auch eine Viertelstunde später als angekündigt und wir machen uns auf zur Immigration, wo Amy wieder einmal Mühe hat mit den Fingerabdrücken. Aber nach einem Abstecher zu einem speziellen Schalter darf sie dann doch einreisen. In der Ankunftshalle müssen wir nur kurz warten, dann können wir unser Gepäck in Empfang nehmen und begeben uns auf den Weg durch «The Jewel» (s. 29.10.2019) zum Hotel. Ich erledige das Einchecken und dann geht es aufs Zimmer, wo wir dann um 02:30 Uhr endlich ins Bett kommen.