Donnerstag, 7.11.2019 – Pemberton, Gloucster Tree, Beedelup Falls, The Cascades

Diese Nacht ist besser als die erste, denn es ist nicht mehr so kalt, alle Fenster und Türen sind richtig geschlossen. Auch das Bett ist nun richtig eingerichtet, aber es ist trotzdem in beide Richtungen zu kurz für mich. Eigentlich müsste ich diagonal schlafen, aber dann hat es nicht genug Platz für Amy, also lasse ich die Füsse über das Bettende hängen.

Nach dem Morgenessen für uns, gibt es auch noch Morgenessen für die Tiere. Schliesslich wollen wir das ganze Futter, das wir bekommen haben, auch an das Känguru, den Papagei oder die Ente bringen. Amy wird von allen belagert, die Papageien auf den Händen, den Schultern und dem Kopf. Die Kängurus fressen ihr aus der Hand, halten sich daran fest und das eine wird ab und zu richtig agressiv, wenn es denkt, die andern bekommen mehr und knurrt die andern an. Nur die Enten picken einfach nur das auf, was auf den Boden fällt. Ich füttere dann die zweite Packung Futter auch noch. Mit einem Papagei auf der linken Hand und der Futtertüte in der rechten Hand, kann ich nicht verhindern, dass ein anderer Papagei auf meiner rechten Hand sich direkt aus der Futtertüte bedient. Als das Futter alle ist, können es die Kängurus und Papageien kaum glauben und wollen noch mehr. Aber sie merken dann schnell, dass es nichts mehr gibt und verziehen sich. Nur die Enten picken noch weiter Körner vom Boden auf.

Nach ca. zwei Stunden Fahrt in Pemberton angekommen, machen wir uns im Tourist Office schlau, was es hier so alles zu sehen gibt. Zuerst fahren wir zum «Holy Smoke» Café, das nicht nur leckere «Savory Muffins» hat, sondern auch noch daran angeschlossen die «Pemberton Fine Woodcraft and Art Gallery», wo lokales Holzhandwerk, aber auch lokale Bilder ausgestellt werden.

Von dort fahren wir zum Gloucster Tree. Ein Karri Baum auf dem in über 50 Metern Höhe eine Aussichtsplattform angebracht wurde. Dort hinauf klettert man über eine Art Strickleiter, deren Sprossen spiralförmig um den Baum laufen. Das Ganze sieht recht gefährlich aus, denn eine Sicherung sehe ich nicht. Also lassen wir das andere machen und folgen dem 800 Meter langen Rundgang durch den Wald. Dort haben wir zwar nicht den Überblick, sehen aber trotzdem interessante Bäume und Pflanzen.

Auf dem Parkplatz für die «langen» Autos, steht direkt vor uns noch ein gleiches Modell wie unseres, gefahren von einem holländischen Pärchen. Drei Reihen daneben nochmal so ein Modell der Rundgang zum Wasserfall und am Fluss hinunter über die Hängebrücke wieder zurück. Dass das hier keine grosse Angelegenheit sein kann, merken wir, als wir viel schneller als gedacht bei der Aussichtsplattform sind. Und der Rundgang ist auch recht schnell vollendet. Die Hängebrücke hat eine Warnung, dass sich nicht mehr als 5 Personen gleichzeitig darauf aufhalten dürfen. Schon wenn man nur zu zweit darüber geht fängt sie enorm an zu schwanken. Aber von hier aus kann man den Wasserfall am besten sehen. Kein Vergleich zu Rhein- oder Niagarafall, aber für die kargen Wasserverhältnisse in dieser Gegend ganz hübsch.

Dann fahren wir über eine unbefestigte Strasse Richtung «The Cascades», ein weiterer Wasserfall, weiter. Unterwegs gibt es noch die Möglichkeit für einen «Scenic Drive». Das tönt interessant, einen kleinen Umweg können wir schon machen und vom Schild «No Buses, No Caravans» lassen wir uns auch nicht abschrecken. Aber es wird sehr schmal und die Gefälle und Steigungen verlangen unserem Sprinter alles ab. Mit einem Allradfahrzeug wäre man hier besser bedient. In Zukunft unterlassen wir solche «Scenic Drives» wohl besser.

«The Cascades» ist etwas enttäuschend. Es ist auch hübsch und idyllisch, aber der Aabach in Mönchaltorf hat einen ähnlichen Höhenunterschied bis zum See. Nur hier ist der See oben und dann kommen die Stufen, beim Aabach kommen die Stufen zuerst und der See erst viel später. Aber wenn man sieht wieviele künstliche Seen hier gegen den Wassermangel angelegt werden, dann ist es keine Überraschung, dass auch diese «Cascades» hier eine Attraktion sind.

Nach den «Cascades» gilt es Kilometer zu fressen und kurz bevor es dunkel wird, treffen wir in Denmark ein. Auf dem Fluss beim Campingplatz hat es ganz viele Pelikane und gemäss Auskunft werden die auch am Morgen wieder da sein.

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