Montag, 11.11.2019 – Madura-Coorabie

Wir fahren einigermassen früh los. Für uns ist es 06:38, offiziell ist es aber schon 07:23, weil im Osten von Western Australia eine andere Zeitzone herrscht. Und weil South Australia 1h 30’ voraus ist, sind es hier 45 Minuten Zeitverschiebung. Wir fahren auf der Ebene und etwas links von uns steigt das Gelände an, auf die Höhe des Madura Passes. Man kann sehen, dass hier vor ein paar hundert Millionen Jahren einmal ein Stück abgebrochen ist, vom Madura Pass bis zur Staatsgrenze. Dort führt das höhere Gelände zum Meer und die Strasse führt wieder hinauf und auf der Anhöhe angekommen befindet sich auch die Staatsgrenze.

Wir überqueren die Grenze nach South Australia und wundern uns, dass sich die Uhren um 2h 30’ verstellen. Es sollte doch nur 1h 30’ sein. Entlang des Nullarbor National Parks führt die Strasse weiter und wir biegen ab und zu zur Küste ab, zu den Aussichtspunkten am Great Australian Bight, der Südküste. Je mehr wir nach Osten kommen, desto steiler und höher werden die Klippen.

Unterwegs hat es plötzlich einen Fussgängerstreifen auf die Strasse gemalt, auch wenn es meilenweit kein Haus hat. Eine Tafel neben der Strasse erklärt dann den Grund. Die Markierung gilt als Pistenanfang bzw. -ende, wenn die Strasse als Landepiste für den Royal Flying Doctor Service gebraucht wird.

Gegen Abend biegen wir dann vom Eyre Highway ab und nehmen eine ungeteerte Strasse zu unserem Übernachtungsort, Coorabie Farm. Einige Kilometer von der Hauptstrasse entfernt, draussen im Nichts, fahren wir auf die Farm. Es scheint niemand da zu sein, aber auf den Tafeln steht, man soll einfach parkieren, sie kommen dann zu uns. Wir stellen unseren Van und gehen dann zu den beiden Ponies. Dann kommen auch die Besitzer im Auto vorbei. Sie waren eben in Ceduna einkaufen, das ist der nächste, richtige Laden. Es ist ja auch gerade um die Ecke, nur 150km.  

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