Sonntag, 10.11.2019 – Norseman, Balladonia, Madura

Wir sind früh auf und fahren schon um 06:30 Uhr los, nachdem wir Wasser aufgefüllt und Toilettenabwasser gedumpt haben. Dabei löst sich auch das Rätsel um das Abwasser, das nicht abfliesst. Als ich rückwärts zum Dump Point fahre, läuft aus dem Abwasserhahn Wasser aus. Das Ventil war die ganze Zeit offen und so haben wir fortlaufend, bei jeder Bodenwelle, beim Bremsen und beim Anfahren, immer ein bisschen Wasser verloren. Jetzt schliesse ich das Ventil und dann können wir das Abwasser kontrolliert ablassen.

Von Esperance geht es Richtung Norden nach Norseman. Die Strasse ist im Prinzip eine Allee, auf beiden Seiten von Bäumen gesäumt. Gleich daneben verläuft eine Eisenbahnlinie, auch das eine Allee. Ab Norseman geht es dann weiter Richtung Osten bis nach Balladonia. Das Dorf besteht aus der BP Tankstelle mit Restaurant, Motel und Campingplatz. Das war’s dann schon. Wir fahren weiter Richtung Osten und kommen zum westlichen Ende der «90 Mile Straight». Von hier aus geht es fast 150 Kilometer geradeaus, etwas auf, etwas ab, keine Biegung und alle paar Kilometer ein totes Känguru neben oder auf der Strasse. Nach Norseman hat auch die Vegetation geändert. Bis dorthin war noch viel Farmland neben der Strasse, nachher ändert es in Buschland und ab der 90 Mile Straight ist es Wüste, also etwas Gras, Büsche, die immer spärlicher werden und ab und zu ein Baum.

Vor Caiguna halten wir noch schnell beim Caiguna Blowhole an. Ein Loch im Boden, eigentlich ein Eingang zu einer Höhle, aus dem ziemlich kräftig kühle Luft strömt. Steht man gleich neben dem Loch gibt das eine angenehme Abkühlung in der Hitze der Wüste hier.

Dann fahren wir weiter und kommen vor Madura, wo wir übernachten wollen, über den Madura Pass. Von hier oben hat man einen tollen Blick bis an den Horizont, wharscheinlich bis ans Meer. Eine einzige grosse Ebene, eine Wüste wie die, durch die wir die letzten Stunden gefahren sind, einfach riesig! Wir fahren hinunter nach Madura und stellen uns auf den Campingplatz beim Motel. Nachdem wir uns auf unserem Platz installiert haben, kommen nach und nach alle Wohnwagen, die wir auf der Strasse hierher überholt haben, auch an und stellen sich um uns herum auf. Der Platz ist sehr trocken, es gibt auch kein Wasser, um unseren Tank aufzufüllen, aber es gibt Strom, also gibt es auch etwas Warmes aus der Mikrowelle (Woolworth sei Dank).

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