In der Nacht war es heiss, aber am Morgen ist es recht kühl geworden und es weht ein starker Wind. Wir fahren früh los, tanken unterwegs noch etwas und fahren dann bis Coober Pedy. Wir steuern direkt das Umoona Opal Mine & Museum an. Wir wollen dort die Führung mitmachen und anschliessend für Tina einen Anhänger kaufen, weil sie ihren irgendwo liegengelassen hat…
Um 10:00 Uhr fängt die Führung an und wir haben noch Zeit, um auf den Lookout hinter dem Museum zu steigen. Der Wind ist so stark, dass es uns fast wieder herunter bläst. Und kalt ist es auch, also gehen wir wieder hinein und schauen uns die Informationsfilme an. Um 10:00 Uhr fängt dann die offizielle Führung mit einem Film an und nach 20 Minuten geht die Führung durch die Dug-outs an. Rudi, der 84-jährige Ex-Miner aus Österreich, führt uns durch eine alte Minerunterkunft, dann in eine neue Wohnung mit 5 Schlafzimmern, Wohnzimmer und Küche. Erstaunlich was man aus einer ehemaligen Mine machen kann. Mich würde stören, dass es keine Fenster hat und man immer künstliches Licht braucht, aber wenn die Aussentemperatur zeitweise über 50° erreicht, ist man froh es im Dug-out kühler zu haben. Zu einem Dug-out gehören auch immer 2 Lüftungsschächte, damit erreicht man eine ununterbrochene Luftzirkulation und eine konstante Temperatur von 24°.

Von der Wohnung geht es dann in die Mine hinunter, dort wo nach Opal gegraben wurde. Opal kommt nur in Tiefen von bis zu 30 Metern vor, darum sind die Schächte alle nicht tiefer in den Sandstein gebohrt. Von dort aus wird dann waagrecht in den Berg gebohrt, mit Maschinen, bis man Opal findet. Dann geht es manuell weiter. Opal ist sehr zerbrechlich, wenn man ein Stück fallen lässt, zersplittert es, darum muss eine Opalschicht manuell abgebaut werden. Die Opalfunde werden dem Opalhändler verkauft; bis heute immer noch ein Bargeldgeschäft. Als Opalhändler hat man also besser genug Bargeld im Tresor, sonst geht einem vielleicht ein guter Kauf durch die Lappen, einfach weil man eben gerade keine Million im Tresor hatte und der Miner Glück hatte und einen wertvollen Fund gemacht hat. Auf die Frage an Rudi, warum das bis heute noch als Bargeldgeschäft laufe, meint er dann nur, der Staat müsse nicht alles mitbekommen.
Nach der Führung genehmigen wir uns noch den Gratis Kaffee bzw. Schokolade und fördern noch den Umsatz des Ladens, wie von Tina geheissen. Nach einem Besuch in der Catacomb Church und einem Einkauf im Supermarkt, machen wir uns dann auf den Weg durch die «Woomera Prohibited Area» (s. 14.11.2019) Richtung Süden. Dazu tanken wir an der billigsten Tankstelle voll. Die Tankstelle ist fast nicht zu finden, denn es ist eine Autowerkstatt in einem Wellblechschopf mit diversen Autowracks drum herum und auch die Dieselzapfsäule finden wir erst auf den zweiten Blick. Aber wenn man fast 70 Liter tanken will, dann spielt jeder Cent eine Rolle.
Wir fahren bis nach Port Augusta, wo wir erst kurz nach 7 eintreffen, aber das Parkbüro schon um 6 Uhr schliesst. Ich rufe die Nummer in der App an und glücklicherweise gibt es nach der automatischen Ansage noch die Möglichkeit, für Notfälle eine Verbindung zu erhalten. Der freundliche Herr, der sich dort meldet, ist auch noch im Büro und macht die Reception für uns nochmal auf. So bekommen wir wieder einen Standplatz, mit Strom und Wasser, ohne Probleme. Und auf dem Platz neben uns steht das Auto von dem Pärchen, die wir gestern auf das Stromproblem aufmerksam gemacht haben.