04:30 geht der Wecker los und um 05:00 fahren wir los. Wir sind nicht die einzigen, aber alle andern die losfahren, wollen zum Uluru, wir wollen zum Kings Canyon. Unterwegs gibt es auch für uns Sonnenaufgang, aber mitten in der Einöde, was auch sehr schön ist, so ganz ohne Publikum.
Kurz vor 9 Uhr treffen wir im Kings Canyon ein, gerade rechtzeitig, dass der Rim Walk gesperrt wird. Wenn die Temperatur über 36° steigen soll, dann wird der Rim Walk, der um den oberen Rand des ganzen Canyons führt, um 9 Uhr gesperrt, dass es keine Hitzeopfer gibt. Der Rim Walk dauert 3 – 4 Stunden. Wir wollten sowieso nicht dort hinauf und machen den geplanten Kings Creek Walk, in den Canyon hinein und wieder zurück. Bei der Hitze die herrscht, ist auch das anstrengend genug. Es ist ein sehr schöner Walk, sehr gepflegt und mit recht viel Schatten unter den Bäumen. Im Moment ist der Creek ausgetrocknet, aber die Pflanzen und Tier hier haben sich an Überschwemmungen und Dürre angepasst.
Zurück beim Auto zeigt das Thermometer 47° an. Das scheint mir doch etwas hoch und als wir dann abfahren, sinkt die Anzeige auf 41°, immer noch heiss genug.
In Erldunda, “The center of the center”, besuchen wir nochmals die Emus. Heute sind mehr als nur gerade einer in der Nähe, aber alle im Schatten der Bäume. Wir essen und trinken etwas und fahren dann weiter nach Kulgera, dem Roadhouse mit der coolen Bar. Es ist noch zu früh zum Übernachten, also fahren wir weiter. Aber nach ein paar Kilometern drehen wir wieder um. Die Anzeige der Distanz nach Marla im Tomtom verringert sich viel weniger schnell als die Anzeige der noch möglichen Reichweite des Autos. So würden wir einiges vor Marla mit leerem Tank stehen bleiben. Also zurück und auftanken. An der Kasse bedient mich die jüngere der beiden Zwillingsschwestern, die wir bei der Hinfahrt schon getroffen haben. Es scheint, dass das ganze Roadhouse ein Familienbetrieb ist.

In Marla halten wir auch beim Roadhouse an und stellen fest, auch hier haben wir schon einmal eingekauft. Jetzt bleiben wir auch zum Übernachten. Stellplätze hat es genug, aber nur Strom, kein Wasser. Und als ich das Netzkabel anschliesse hat es auch keinen Strom. Also nächste Steckdose versuchen; wieder nichts. Nächster Platz, auch wieder nichts. Ich frage mal den Caravanfahrer der schon dasteht und er hat Strom. Und er hat ein Messgerät dabei und stellt fest, die Plätze die wir versucht haben, haben keinen Strom. Also nochmals umparkieren und endlich funktioniert auch die Klimaanlage, denn um 21:10 hat es immer noch 37.5°!
Kurz darauf kommt nochmal ein gleicher Camper wie unserer und parkiert dort, wo wir zuerst parkiert haben. Ich gehe hinüber und mache die beiden darauf aufmerksam, dass bei uns der Strom dort nicht funktioniert hat. Also parkieren sie auch um und stehen dann gleich auf der andern Seite neben dem Caravanfahrer.