Nach dem Frühstück und der nötigen Maintenance (Wasser auffüllen, WC leeren, WC Wasser auffüllen, Diesel tanken) geht es schon früh los Richtung Yulara. Nach gut 200 km sind wir wieder in Erldunda, wo wir unsere Hüte gekauft haben. Wir gehen wieder in den Laden und die Verkäuferin erkennt mich wieder und ich frage sie, nach der Aufbewahrungstasche, die es zum Hut dazu geben sollte. Sie entschuldigt sich, dass wir die nicht bekommen haben und holt uns zwei. Dann geht es weiter Richtung Westen, nochmals 240 km bis wir in Yulara ankommen. Haben wir bisher meistens tote Kängurus am Strassenrand liegen sehen, liegt heute ein totes Pferd neben der Strasse. Das muss einer der Road Trains gewesen sein, denn mit einer Länge von über 53 Metern und einem Gewicht von etwa 100 Tonnen, können die Fahrer schlecht bremsen, wenn ihnen etwas vor den Kühler läuft.
In Yulara angekommen, checken wir am Campground erst einmal ein und suchen Stellplatz 27. Gleich neben den Duschen und WCs, was Amy zugutekommt, denn sie zieht es vor in der Nähe der sanitären Anlagen zu sein. Weil es hier «nur» den Ferienresort gibt, mit 3 Hotels und dem Campground, beschliessen wir schon einmal zum Uluru zu fahren. Am Parkplatz für «Sunset» Fotos halten wir an. Dort wird Amy gleich von einem französischen Pärchen als Fotografin engagiert. Die beiden kommen aus Neu Guinea, sind am Umziehen nach Toulouse und machen diese Reise aber via Polynesien, Australien und Bali. Sie geben uns den Tipp, den Sonnenuntergangsparkplatz doch auch für den Sonnenaufgang zu benutzen, weil von hier aus, die Sonne hinter dem Uluru aufgeht, ihn nicht einfach nur anstrahlt.
Wir fahren weiter, einmal um den Uluru herum und dann weiter zu den «Olgas» oder auch «Kata Tjuta». Unterwegs halten wir an einem Fotopunkt an, steigen aus und erklimmen die Dünen, von wo aus man einen schönen Blick auf die «Olgas» hat. Es ist wirklich sehr warm und wir dezimieren unseren Wasservorrat im Auto. Dann geht es weiter, näher an «Kata Tjuta» heran. Unser Auto zeigt eine Aussentemperatur von 37.5° an, darum verzichten wir darauf eine Wanderung zu unternehmen. Die eine Wanderroute hier wird jeweils um 11:00 Uhr geschlossen, weil es nachher zu heiss ist. Und jetzt ist Nachmittag.
Weil es bis zum Sonnenuntergang noch eine ganze Weile dauert, fahren wir zum «Cultural Center», wo wir uns die Zeit in der Ausstellung, einem Film über die Rückgabe des Uluru an die Aboriginals und etwas Surfen im Internet (hier gibt es gratis WiFi!) vertreiben. Dann fahren wir zurück zum Sonnenuntergangsparkplatz, machen uns Sandwiches zum z’Nacht und warten. Die Farbe des Uluru wechselt von Orange zu Ocker und als die Sonne ganz weg ist, fast zu violett. Interessant ist auch das Spiel der Schatten auf dem Felsen, während die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwindet.

Und dann fahren alle die dort geparkt haben, und das sind nicht wenige, los, zurück nach Yulara, eine lange Kolonne Lichter vor und hinter uns. Im Campground stellen wir uns auf unseren Platz 27, schliessen Strom an und Amy geht duschen. Ist ja gleich über die Strasse neben unserem Platz. Beim Zurückkommen hat sie dann etwas Mühe mit der Orientierung und muss dann unterwegs nachfragen, wo denn Platz 27 sei. Leider wissen das die Leute auf Platz 94 auch nicht, aber sie findet dann doch wieder zurück.