Heute besuchen wir die verschiedenen Wasserlöcher im West MacDonnell National Park. Entlang des Namatjira Drives findet sich zuerst das «Ellery Creek Big Hole». Ein kleiner See in einem Einschnitt in den Bergen, sehr beliebt bei den Einheimischen zum Schwimmen. So wie die Bäume am Ufer stehen, muss es hier allerdings zeitweise auch viel mehr Wasser haben als jetzt. Es gibt auch ganz klar ein Bachbett, das im Moment aber trocken ist. Und entlang der Strasse findet man immer wieder Warntafeln für überschwemmte Strassen, mit Pegelanzeigen. Es fällt schwer zu glauben, dass es hier wirklich einmal so viel Wasser haben könnte, dass die Anzeigen gebraucht werden. Ich habe den Eindruck, stünde das Wasser je mal so hoch, dann wäre das ganze Tal überschwemmt. Aber ich nehme an, die wissen hier was sie tun.

Bei der «Serpentine Gorge» hat vor nicht allzu langer Zeit ein Buschfeuer gewütet, da stehen diverse angekohlte Bäume, an denen aber frische Blätter wachsen. Feuer muss also nicht fatal sein. Die Gorge ist kleiner als das Big Hole und es darf auch nicht gebadet werden. Auch hier ist der Pegelstand einiges tiefer als normal.

Dann geht es weiter zu den «Ochre Pits». Kein Wasserloch, sondern Abbaugebiet der Einheimischen für Ocker, der heute noch für Zeremonien gebraucht wird. Es gibt den ockerfarbigen Ocker (wer hätte das gedacht), aber es gibt auch gelben und weissen Ocker. Die Farbe ergibt sich aus den Mineralien die in der Erde enthalten sind. Besucher dürfen den Ocker nicht berühren oder abbauen, da das Gebiet den Aboriginals gehört und für sie der Ocker immer noch wichtig ist.
Bei der «Ormiston Gorge» ist das Wasserloch dann wieder grösser und wird auch wieder als Badeplatz benutzt. Ausserdem gibt es einen Weg zu einer Aussichtsplattform über dem See, aber bei der Mittagshitze wollen wir keine Dreiviertelstunde hinauf und wieder hinunter wandern. Hier, wie auch in den anderen Seen, ist das Wasser so kalt, dass man es zum Kühlen von Getränken benutzen kann.

Via «Tylers Pass Lookout», von wo man einen tollen Blick auf «Gosse Bluff» hat, geht es dann wieder zurück nach Alice Springs. Nur ein kleiner Ausflug, aber hat den ganzen Tag gedauert. Abends gönnen wir uns, weil wir kein Mittagessen hatten, vom «Asian Noodle House» Char Kway Taow und nehmen das mit auf den Campingplatz. Es ist erstaunlich, wieviel Essen in einer so kleinen Schachtel Platz hat.
Die Gegend hier um Alice Springs gefällt mir besser als die flache Prärie weiter im Süden. Hier hat es Hügel und Berge, was für den Blick etwas mehr Abwechslung gibt.