Samstag, 16.11.2019 – Alice Springs

Heute geht es «nur» bis Alice Springs, das sind nur etwa 300 Kilometer, also können wir es etwas langsamer angehen, haben Zeit für Fotostopps und der Dieselverbrauch ist auch nicht so hoch. In Port Lincoln gab es den Liter Diesel noch für ca. AUD 1.30, hier im Niemandsland kostet er schnell mal AUD 2.—oder noch mehr.

Bei Erldunda, da ist die Abzweigung zum Uluru, halten wir an der Tankstelle an, um zu frühstücken. Während wir im Restaurant sitzen, bereitet eine der Angestellten eine ganze Menge Hüte zum Verkauf bereit. Amy probiert alle verschiedenen Modelle aus und entschliesst sich, einen zu kaufen. Es braucht hier unbedingt eine Kopfbedeckung und auch ich kaufe einen, weil mein Cap zwar Schatten vor dem Gesicht gibt und den Kopf schützt, aber den Sonnenbrand auf den Ohren nicht verhindert. Das muss ich ändern!

 Ausserdem gibt es hier auch eine Emu Farm, aber alle Emus, ausser einem, sind weit weg von Zaun. Emus sind genau so dumm wie Strausse, picken alles auf was sie als essbar einstufen, aber picken sehr viel Steine auf. Emus sind etwas kleiner als Strausse und mit dem gefiederten Kopf, auch etwas hübscher.

Bevor wir wieder losfahren, treffen wir an der Tankstelle auch wieder den Motorradfahrer von gestern. Er kommt aus Melbourne und ist auf seiner Suzuki unterwegs zum Uluru. Vollbepackt mit Zelt, Schlafsack, Essen und Kleidern findet er das alles immer noch zu viel und hofft, dass er beim nächsten Trip mit weniger auskommen kann. Weil er nach Westen fährt und wir nach Norden, werden wir ihn wohl kaum wieder antreffen, aber wer weiss.

200 Kilometer weiter im Norden kommen wir dann in Alice Springs an. Wir suchen uns den Campingplatz, um uns anzumelden. Alan finden wir im Park und melden uns dann an. Es hat genug Platz hier, denn hier geht die Saison zu Ende, es wird zu warm. Wir können uns den Platz aussuchen, aber wir warten damit noch, denn wir wollen zuerst noch in die Stadt. Alan rät uns noch, in der Nacht nichts draussen zu lassen, denn es könnte gestohlen werden. Wir sind wieder in der Zivilisation!

 Alice Springs hat einige historische Gebäude, aber auch einige ganz moderne Gebäude, so zum Beispiel der «Supreme Court of the Northen Territories», ein ovales Glasgebäude. Nach einem Rundgang durch die Innenstadt und nachdem wir in Woolworths unsere Vorräte aufgefüllt haben, fahren wir zum ANZAC Hill, einem Hügel gleich ausserhalb des Zentrums. Dort gedenkt man all der Gefallenen der Kriege, in denen die australische Armee involviert war. Von hier aus hat man auch einen guten Überblick über die Innenstadt, nicht sehr gross, aber für die entlegene Gegend doch eindrücklich.

ANZAC Hill

Dann fahren wir noch zur «Old Telegraph Station», wo die Stadt ihren Anfang nahm. Die Telegraphenstation war die Verbindung zwischen Darwin und Adelaide und dort gab es einen kleinen See, den der Entdecker nach der Frau seines Chefs benannte. Allerdings war es keine Quelle, sondern einfach nur ein kleiner See; heute ist er ausgetrocknet.

Alice Springs old Telegraph Station

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