Peng fliegt heute früh nach Kota Kinabalu zu einem Workshop über Künstliche Intelligenz (AI) der bis Ende Woche dauert. Am Wochenende fliegt er weiter nach Kuala Lumpur und hofft, dort Business mit der malaysischen Regierung an Land ziehen zu können. Also ist er schon früh auf und weg, Line ebenso, denn sie bringt ihn zum Flughafen und geht anschliessend ins Büro, um sich dort um die Praktikanten zu kümmern.
Wir bewegen unser Auto aus der Ausfahrt und nehmen den Weg nach Mount Lofty unter die Räder. Mt. Lofty ist die höchste Erhebung hier in der Gegend, 710 m.ü.M. Es gibt eine Strasse bis fast zum Gipfel, dort parkieren wir und gehen zum Gipfel. Café noch geschlossen, Laden noch zu, wir sind einfach wieder einmal zu früh. Aber die Aussicht auf die Stadt hat schon offen, allerdings nicht sehr klar, denn es ist bedeckt. Aber die Innenstadt von Adelaide ist gut zu sehen, ebenso die riesige Parkanlage daneben. Ausserdem sehen wir auch wo Glenelg ist; eine ziemlich lange Strecke ausserhalb der Innenstadt.

Es kommt gerade ein Mann auf dem Gipfel an, der von Waterfall Gully heraufgekommen ist. Auf die Frage ob es streng gewesen sei, meint er, es werde jedes Mal strenger, aber vielleicht scheine das auch nur so, weil er den Trail schon eine Weile nicht gemacht habe. Dann macht er sich wieder auf den Weg ins Tal. Wir beschliessen nicht zu Fuss zum Waterfall Gully hinunter zu gehen, denn dann müssten wir anschliessend wieder alles den Berg hinauf. Das scheint uns zu viel. Also zurück zum Auto. Dort entferne ich noch ein Stück Feigenbaum aus der Seitentüre; das haben wir in Linas Einfahrt eingeklemmt und abgerissen. Wir fahren über eine Bergstrasse nach Waterfall Gully hinunter. Von dort planen wir dann den Weg Richtung Mt. Lofty zum einen oder andern Wasserfall hinauf zu gehen. Fall Nr. 1 ist schon nach ein paar hundert Metern zu sehen, allerdings hat er nicht sehr viel Wasser, aber immerhin. Dann gehen wir den Trail weiter hinauf. Der eigentliche Trail ist aber gerade «under construction», also gilt es den Weg auf der Umleitung in Angriff zu nehmen. Das ist ein Trampelpfad den Berg hinauf, weit über den Wasserfall 1 hinaus, um dann wieder nach unten zu führen, wo wir wieder auf den ausgebauten Trail treffen. In diesem Aufstieg kommt uns der Mann vom Gipfel wieder entgegen; wir haben mit dem Auto fast gleich lange ins Tal gebraucht wie er zu Fuss. Beim ausgebauten Trail ist auch schon Fall Nr. 2, kleiner als Fall 1, aber trotzdem sehr schön. Ausserdem auch nicht von den unzähligen Leuten, die zum Mt. Lofty hinauf wollen besucht. Wir essen Znüni, schliesslich haben wir unsere Sandwiches dabei. Während wir dort sitzen, läuft ein Stück weiter vorne zum Trail hin ein Bandicoot (Southern Brown Bandicoot) über den Weg. Sieht aus wie eine grosse Ratte, hat aber einen längeren, dünnen Rüssel. Nur um ihn zu fotografieren ist er dann doch zu schnell.

Nach gut 20 Minuten gehen wir weiter, immer weiter hinauf, wir wollen zu Fall 3 und 4. Es geht aufwärts, aber immer auf gut ausgebauten Wegen. Wir kommen nur langsam vorwärts, weil wir immer wieder anhalten, um zu fotografieren. Die weissen Cockatoos machen einen ziemlichen Krach und später sehen wir auch noch schwarze Cockatoos, die eine gelbe Zeichnung auf den Schwanzfedern haben. Einen anderen Papagei mit blauen Federn und roter Brust sehen wir später auch noch. Doch der ist auch zu schnell, um fotografiert zu werden. Wir werden immer wieder von Leuten in Sportkleidung überholt, die den Aufstieg zum Mt. Lofty als Trainingsstrecke benutzen.
Wasserfall 3 und 4 sehen wir nie, die sind zu weit im Tal unten und wahrscheinlich schon trocken. Fall 6 sehen wir zwar, aber der hat kein Wasser. Und nach gut 2 Stunden sind wir wieder auf dem Gipfel von Mt. Lofty, wo wir vorher schon waren. Die Aussicht ist immer noch nicht besser, aber immerhin haben Café und Shop jetzt offen. Ich kaufe mir ein neues T-Shirt und ziehe es gleich an, weil das andere völlig nassgeschwitzt ist vom Aufstieg. Im Café gibt es Tee als Erfrischung nach dem Aufstieg und wir essen noch die restlichen Sandwiches, die wir dabei haben. Es ist schliesslich schon Mittag.
Dann machen wir uns an den Abstieg, gleiche Route wieder zurück. So steil wie der Aufstieg war, geht der Abstieg in die Knie und der Gegenaufstieg nach Wasserfall 2 bringt uns wieder ins Schwitzen. Nach einer guten Stunde sind wir wieder unten und ich wechsle im Auto (zum Glück haben wir das ganze Haus dabei) nochmals in ein trockenes T-Shirt.
Am Abend gehen wir ins Hotel wo Lina arbeitet und essen dort. Anschliessend gehen wir in die Bar im Dachgeschoss, wo sie arbeitet. Und genehmigen uns etwas zu trinken.
Das isch aber en grosse Tshirt verbruch.
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