Dienstag, 26.11.2019 – Bordertown

Lastwagen bei Tailem Town

Wir packen alles was wir heraus genommen haben wieder ins Auto und machen uns dann auf den Weg Richtung Osten. Eine Fahrt ohne Überraschungen bis wir in Tailem Town auf der andern Strassenseite etwa 15 alte Lastwagen stehen sehen. Bei der nächsten Möglichkeit drehen wir um und fahren zurück. Das ist ein Museum und die Lastwagen stehen nur vorne an der Strasse als Blickfang. Das Museum besteht aus einem Dorf aus alten Gebäuden aus ganz Australien. Es hat auch viele alte Autos hier, Möbel, Klaviere, andere Musikinstrumente, landwirtschaftliche Maschinen, Eisenbahnwaggons und diverses mehr. Vom Prinzip her ähnlich wie Ballenberg, aber weil das Museum privat betrieben wird, erhält es auch keine staatliche Unterstützung und darum sind die meisten Häuser und ihre Einrichtungen nicht in einem guten Zustand; schade für die Leute die sich darum kümmern. Zum Eintrittspreis gehört eigentlich auch noch ein Kaffee oder Tee nach dem Rundgang, aber der fällt für uns leider aus, weil der Strom ausgefallen ist. Das scheint hier öfter zu passieren, darum stört sich auch niemand daran, irgendwann wird der Strom schon wieder verfügbar sein.

In Coomalpyn kommen wir nochmals an bemalten Silos vorbei, ansonsten verläuft die Reise ohne Überraschungen und etwa um 2 Uhr kommen wir in Bordertown an. Dort treffen wir Barry und seine Tochter Juliet. Barry kennt Amy vom Scrabble spielen am Computer. Sie haben seit Jahren nicht mehr gespielt, blieben aber in Kontakt und darum sind wir jetzt zu Besuch hier. Wir parkieren vor dem Haus im Schatten eines grossen Baumes, damit unser Van nicht so heiss wird.

Barry fährt uns durch die Stadt (bei uns wäre es ein Dorf, denn der ganze Bezirk hat nur etwa 5’000 Einwohner) und weiss viel zu erzählen. Als die Autobahnüberführung über die Eisenbahnlinie gebaut wurde, durfte die Baugesellschaft den benötigten Aushub nicht einfach irgendwie und irgendwo aus dem Boden holen, sondern so, dass dort ein künstlicher See und ein kleiner Park angelegt werden konnte. In der Nachbargemeinde, so erzählt Barry, hätten sie einfach ein tiefes Loch im Boden das abgesperrt werden musste.

Die ehemaligen Polizeistation ist jetzt eine Bäckerei und die alten Zellen dienen als öffentliche Toiletten. Ganz in der Nähe von Barrys Haus hat es einen Park und dort leben weisse Kängurus. Das original weisse Känguru gibt es schon länger nicht mehr, aber es werden trotzdem immer noch weisse Kängurus geboren. Interessant dabei ist, dass es weisse Kängurumütter mit braunen Babies gibt und braue Kangurumütter mit weissen Babies. Oder vielleicht wurden die Kinder im Spital nach der Geburt vertauscht?

In Barrys Gartenhaus lebt auch eine Red Back Spinne, giftig und gefährlich, aber Barry meint, wenn man sie in Ruhe lässt, dann macht sie einem auch nichts.

Während wir im Garten sitzen und plaudern, meint Amy, dass man mit all den Zitronen am Zitronenbaum doch auch etwas machen könnte. Juliet ist begeistert von der Idee und fragt Amy, ob sie nicht etwas kochen könne. «Lemon Chicken» ist der sofortige Vorschlag und nach einiger Diskussion wird ein ganzes chinesisches Menu daraus. Allerdings müssen wir die Zutaten dazu noch einkaufen, also geht es in den Supermarkt und dann wir zuhause chinesisch gekocht. David, Juliets Partner, und Harry, Juliets Sohn, kommen dann auch nach Hause und dann gibt es ein feines chinesisches Nachtessen. Morgen wird es dann australisch geben!

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