Sonntag, 22.Dezember 2019 – Brisbane, Burleigh Waters, Tallebudgera

Am Sonntagmorgen sollte es nicht so viel Verkehr haben in der grossen Stadt, darum fahren wir früh los. Und wirklich, der Verkehr in Brisbane hält sich in Grenzen, aber trotzdem sind fast alle Parkplätze schon besetzt und wenn es mal einen hat, dann nur einen, was für unser Auto zu kurz ist. Wir haben auch keine Ahnung wo wir eigentlich hinfahren, aber dann geht es an Chinatown vorbei und ein Stück weiter finden wir dann einen Parkplatz der lang genug ist. Die Parkplätze in der Stadt haben alle eine Restriktion wie lang man das Auto stehen lassen darf, aber das gilt immer nur Montag bis Samstag. Am Sonntag kann man so lange stehen bleiben wie man will.

Wir beginnen unseren Stadtrundgang in der Chinatown, nichts grosses, aber einige chinesische Läden und Restaurants entlang einer Strasse; offen hat allerdings noch nichts. Dann geht es weiter den Hügel hinauf und schon kurz darauf befinden wir uns auf der «Story Bridge». Die Brücke ist so hoch, dass die Zufahrt so weit oben sein muss. Auf der rechten Seite hat man einen guten Blick auf die Innenstadt und wir sehen diverse kleine Schiffe auf dem Fluss. Ganz am andern Ende angelangt steigen wir die Treppe hinunter und gehen zurück aus der Richtung, in der wir gekommen sind. In einem kleinen Café genehmigen wir uns einen kalten Mocha mit einem Stück Bananenbrot. Beim Weitergehen sehen wir eine Gruppe Touristen, die sich an einem Brückenpfeiler abseilen. Das kann man hier als Abenteuer buchen, klettern auf und abseilen von der Brücke.

Auf dem Schiffssteg frage ich den Mann, der dort sitzt, ob er wisse wann die nächste Fähre fahre und er sagt mir, dass das rote Boot, das kommt, uns hinüber zur Innenstadt bringen kann. Auf die Frage was es kostet, sagt er, dass das rote Boot gratis sei und eigentlich eine 50-minütige Rundfahrt mache. Ich bedanke mich, wir gehen an Bord, unterdessen ist die Fähre angedockt, zusammen mit einer Menge anderer Leute, sodass wir nur noch Stehplätze haben, aber die Fahrt dauert auch nicht sehr lange.

Townhall in der Christbaumkugel

Auf der anderen Seite angelangt, machen wir uns auf in die Stadt, denn ich bin mir sicher, dass hier die Läden auch am Sonntag offen sind, speziell am letzten Sonntag vor Weihnachten. Und richtig, in der Strasse mit all den Läden herrscht auch schon Betrieb. Wir spazieren durch die Strassen und Arkaden, zur Townhall und dann wieder Richtung Fluss, zur Southside. Dort gibt es einen grossen Park mit einem Weihnachtsmarkt und dort essen wir typisch australisch: Deutsch, scharfe Knackwurst!

Während wir essen, erhalten wir eine Nachricht von unseren Bekannten von der Fähre vom 14.Dezember, dass sie zuhause sind und sich auf einen Besuch freuen würden. Also machen wir uns auf den Weg zurück zum Auto, ein 45-minütiger Marsch durch die Innenstadt. Der Weg nach Burleigh Waters bringt uns nochmals über die Story Bridge, diesmal auf der Strasse, nicht mehr auf dem Fussweg.

Etwa um halb vier treffen wir bei Ty und Nicky ein, Ella ist nicht da, sie ist bei ihrem Vater. Wir werden von Olli, dem zweijährigen Jack Russell begrüsst und dann von Ty und Nicky. Ty hat vor kurzem eine Wand zwischen Eingangsbereich und Küche herausgeschlagen und will noch mehr renovieren, allerdings kann er nur den Teil des Abbrechens übernehmen. Fürs Aufbauen braucht es jemand andern. Bei einem kühlen Getränk sitzen wir auf dem Sitzplatz und unterhalten uns, während Olli mit seinem Ball spielt und im Garten herumrennt.

Nach mehreren Telefonanrufen bekommen wir noch einen Stellplatz für unseren Van auf dem Zeltplatz in Tallebudgera. Als wir dort ankommen finden wir einen vollbesetzten Zeltplatz vor wo es noch einen Platz hat für uns, aber es ist eng hier. Das macht uns aber nichts, wir sind nur gerade zum Schlafen hier.

Für die Kinder kommt Santa auf den Platz. Auf einem Golfwagen wird er durch den Eingang gefahren und alle Kinder rennen und fahren hinter dem Golfwagen her durch den ganzen Zeltplatz, bis sie am Schluss wieder bei uns landen. Dort verteilt der Santa alle seine Süssigkeiten und verabschiedet sich dann durch das Eingangstor wieder.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten