
Während der einen Stunde die es dauert nach Aoraki zu fahren, wird das Wetter leider nicht besser und der Berg ist von Wolken bedeckt, der Himmel verhangen und es nieselt leicht. Beim Campground parkieren wir und machen uns auf den Weg auf den «Hooker Valley Trail», ein beliebter Fussmarsch. Der Weg ist gut ausgebaut, grösstenteils gekiest und teilweise, über den Wiesen, als Holzsteg ausgebaut. Auf dem Weg bis ganz ans Ende hat es 3 schwankende Hängebrücken, jeweils mit einer Gewichtslimite von 20 Personen. Durch Manipulation an der Beschriftung heisst es auch mal 2 oder sogar 0 Personen. Aber auch 20 ist wohl eine konservative Beschränkung, aber wer weiss was 20 Leute, die im Gleichschritt über die Brücke laufen, auslösen können. Der starke Wind und der leichte, immer wieder einsetzende Regen machen den Marsch manchmal etwas mühsam. Die Distanz und die Steigung sind problemlos zu bewältigen, eine Strecke ist etwa 5 Kilometer und der Höhenunterschied vom Anfang zum Ende beträgt nominell nur 80 Meter, aber mit dem Auf und Ab auf der Strecke ist es einiges mehr. Bei der zweiten Brücke gibt es den Ausblick auf den Mueller Lake und am Ende des Weges sind wir beim Hooker Lake. Beide Seen sind auffallend türkis, gespiesen vom Gletscherwasser. Der Weg führt über die Moräne des bzw der Gletscher, die beide Seen gebildet haben. Vor allem beim Mueller Lake kann man gut erahnen, bis auf welche Höhe hier das Eis einst geflossen ist.
An beiden Orten hätte man einen tollen Ausblick auf den Mt Cook, wenn er sich denn nicht in den Wolken verstecken würde. Gibt es auch zwischendurch ein paar kleine Lücken in den Wolken, so reichen weder Wind noch Sonne, um die Wolken am Mt Cook zu vertreiben.

Nach gut 3 Stunden Wanderung sind wir zurück beim Auto, wechseln von feuchten in trockene Kleider und essen dann unsere vorbereiteten Sandwiches. Auf dem Weg am Lake Pukaki entlang zurück, besuchen wir noch schnell die dortige Lavendel Farm. Alpiner Lavendel, der ebenso riecht wie nicht alpiner und auch die gleiche Farbe hat. Aber hier hätte ich nicht mit einem solchen Feld gerechnet. In Lake Tekapo halten wir an und machen einen Fotostopp am gleichnamigen See, der die gleiche türkise Farbe hat wie alle anderen Seen in der Gegend auch. Der am 22. November 2015 eröffneten Fussgängerbrücke aus Stahl mit Holzplanken als Lauffläche statten wir auch noch einen Besuch ab. Dann gibt es für Zvieri und etwas Erholung für unsere Beine und Füsse. Anschliessend machen wir uns auf den Weg nach Fairlie, einem Dorf 30 km weiter Richtung Osten, wo wir bei Dutchy (Inhaber des Campgounds, niederländischer Abstammung, aber als Baby nach Neuseeland gekommen) übernachten.