Auch heute fahren wir wieder früh los; nach einem kurzen Frühstück sind wir um viertel vor 7 wieder auf der Strasse, weiter Richtung Norden. Im Roadhouse in Greenvale gibt es Znüni, tanken müssen wir nicht, das haben wir gestern Abend in Charters Towers noch erledigt. Nach Kaffee bzw heisser Schoggi und einem Wurstweggen geht es weiter. Wir wollen zu den Undara Lava Caves und finden den Park auch. Um halb zwölf sind wir dort, aber die einzige Führung heute startete um 11 Uhr. Von Dezember bis März hat es so wenige Besucher, dass es nur eine einzige Führung gibt pro Tag und auch die muss man im Voraus buchen. Auch der Campingplatz ist nicht in Betrieb in dieser Zeit. Es ist eine interssante Anlage, alle Gebäude sind alte Eisenbahnwagen, die entsprechend umgenutzt wurden. Gemäss einer Anzeige haben sie von April bis November etwa 20’000 Besucher, Dezember bis März etwa 450, da lohnt es sich nicht den Betrieb aufrecht zu halten. Pech für uns, denn über Nacht werden wir sicher nicht bleiben, wir wollen schliesslich nach Cairns.

Wir fahren weiter und ich wundere mich, warum die Strecke von Ravenshoe nach Cairns soviel Zeit in Anspruch nehmen soll, denn kilometermässig ist die Strecke nicht so lang. Ravenshoe ist die höchste Gemeinde von Queensland und liegt auf 920 müM. An der Strasse Richtung Cairns liegt die Windy Hill Windfarm. Auch hier stehen wieder eine ganze Anzahl Windräder auf den Hügeln, eins davon wird gerade auf- oder abgebaut. Jedenfalls kommt auf der Fahrt dorthin uns ein Sattelschlepper mit einem Turbinenblatt entgegen. Der Anhänger ist ganz schön lang, dafür dass man das Gefühl hat die Turbinen seien hier nicht so gross.
Die Gegend erinnert etwas ans Emmental oder Entlebuch, viele Hügel mit grünen Wiesen, immer wieder etwas Wald und ein Bauernhof. Die Architektur ist markant anders, aber die Gegend ganz angenehm. Und in dieser Höhe ist es trotz Tropen nur gerade 25° warm.
Dann beginnt die Fahrt nach Cairns, Luftlinie nur etwa 40 km weit entfernt, aber die 900 Meter Höhenunterschied müssen auch bewältigt werden. Dazu geht es eine sehr kurvenreiche Strasse den Berg hinunter, so kurvenreich, dass der Inhalt des Kühlschranks so heftig gegen die Türe prallt, dass diese aufgeht und sich diverses über den Boden verteilt. Zum Glück ist alles gut verpackt und bei der nächsten Gelegenheit (Parkplatz), räumt Amy den Kühlschrank wieder ein und stellt sicher, dass er nicht mehr aufgeht (Rucksack davor legen). Die Strasse wäre ein Traum für Töfffahrer, so viele Kurven; während mindestens einer halben Stunde geht es den Berg hinunter und nie weiter als 50 Meter geradeaus. Unten angekommen ist es dann ein leichtes den Campingplatz zu finden und uns auf unseren Standplatz zu stellen. War der Park gestern schon gut eingerichtet, so ist dieser noch besser und grösser. Und es hat auch jede Menge Campervans wie unseren herumstehen. Kunststück, Cairns ist ja auch viel grösser und bekannter als Charters Towers.