
Am Morgen fahren wir als erstes zum Cape Foulwind Lighthouse. Vom Parkplatz nur ein kurzer Fussmarsch den Hügel hinauf. Hier oben hätte man eine gute Rundsicht, aber es ist noch sehr dunstig und der Morgennebel lässt die Gegend gespenstisch erscheinen. Von hier aus könnte man den Walk zur Seal Colony unter die Füsse nehmen, aber dann hätten wir unser Auto hier und müssten den gleichen Weg zurück gehen. Also machen wir uns auf den Hügel hinunter (kann man sich auf-machen, wenn man ab-steigt?) und auf halber Höhe kommt uns eine Joggerin entgegen, die uns, trotz Kopfhörern in den Ohren, freundlich begrüsst.

Mit dem Auto ist der Parkplatz der Seal Colony nicht weit entfernt. Wir folgen dem gut ausgebauten Weg und machen zuerst Halt beim Aussichtspunkt zum Wall Rock. Eine Insel, nahe der Küste vorgelagert, mit einer Felswand gegen die Küste in der viele Möwen nisten. Aber keine Seehunde! Amy ist enttäuscht. Als wir weitergehen zur nächsten Aussichtsplattform kommt uns die Joggerin mit den Kopfhörern wieder entgegen. Auf der Plattform gibt es dann die versprochenen Seehunde zu sehen. Unten in den Felsen sieht man zuerst einige die auf den trockenen Felsen liegen und schlafen. Wenn man etwas länger hinschaut sieht man auch nasse Felsbrocken, die sich bewegen, keine Felsbrocken sind, sondern Seehunde und gegen die nassen Felsen eine sehr gute Tarnung haben. Es hat viele junge Seehunde, die manchmal etwas unbeholfen in den Steinen ihren Weg suchen.
Auf dem Rückweg zum Parkplatz kommt uns die Joggerin mit den Kopfhörern zum dritten Mal entgegen und, weil ich gerade Fotos von Amy mache, offeriert sie uns ein Bild von uns beiden zu machen, was wir dankend ablehnen. Sie wird wohl wieder zum Leuchtturm zurück joggen, während wir uns auf den Weg Richtung Süden machen.
Es geht die gleiche Strecke zurück, die wir gestern gekommen sind, da kennen wir alle Sehenswürdigkeiten bereits und halten erst in Greymouth zum Einkaufen. Auch hier hat es wieder diverse Wohnmobile auf dem Parkplatz, alle Camper decken sich mit Verpflegung ein. Dann geht es weiter nach Hokitika und Richtung Ross, wo wir abbiegen zum Lake Mahinapua. Der vermeintliche Erdwall parallel zur Strasse, erweist sich als Wald und zum Parkplatz wurde ein Tunnel in den Wald gehauen. Ein Wohnmobil passt gerade so hindurch. Auf dem Picknickplatz essen wir unsere Sandwiches, aber wir bleiben nicht lange, der Wind ist zu kalt dafür. Zurück zur Hauptstrasse ist es kein Tunnel mehr im Wald, man kann den Himmel über der Strasse sehen.

In Ross machen wir kurz Halt und schauen uns die Überreste der dortigen Goldmine an. Allerdings ersparen wir uns den ganzen Rundgang durch den Wald und beschränken uns auf das was nahe beim und im Dorf ist.
Dann fahren wir weiter und machen die ersten Erfahrungen mit Gegenverkehr bei den einspurigen Brücken, die jeweils nur wechselseitig befahren werden können. Die längste dieser Brücken die wir passieren, hat sogar in der Mitte eine Ausweichstelle, falls sich jemand mit dem Gegenverkehr verschätzt! In Franz Josef halten wir dann an und bleiben für die Nacht hier. Wir werden sicher nicht auf den Gletscher fliegen, aber einen Walk, um ihn mindestens zu sehen, planen wir für morgen.