Montag, 20. Januar 2020 – Te Anau Bird Sanctuary, Manapouri

Das Bird Sanctuary ist nur gerade ein paar Minuten von unserem Campingplatz entfernt und wir sind das erste Auto, das dort auf dem Parkplatz eintrifft. Wir sind aber auch noch früh. Wir machen uns auf den Rundgang durch die Anlage. Zuerst beim Uhu vorbei, dann zu den Papageien, am Ententeich vorbei und dann noch zu den Takehe. Eine Art Vögel wie Strausse, Emus und Kiwis, die können alle nicht fliegen. Die Führung beginnt aber erst um 10:30 Uhr und wir haben noch eine Stunde Zeit bis dahin, da können wir noch nach Te Anau zum Frühstück fahren. Im gleichen Hotel-Restaurant, in dem wir gestern Nachmittag etwas getrunken haben, essen wir heute Beim Eingang zum Takehegehege versammeln sich die Leute und um 10:30 kommen die Rangers für die Fütterung und Führung. Heute sind nur knapp 40 Personen hier, darum gibt es nur eine Gruppe. Offensichtlich war die Gratisführung so erfolgreich, dass in letzte Zeit öfter mehr als 90 Leute anwesend waren.

Takehe

Die Ranger gehen mit den ganzen Leuten ins Gehege und füllen dann den Futtertrog der Takehe auf. Heute haben sie entweder Hunger oder sind einfach neugierig, jedenfalls kommen sie schnell und picken die Körner aus dem Trog. Der Trog hat einen Deckel, dass die Takehes ihn vom Boden aus öffnen können, aber die kleineren Vögel, wie Amseln oder Spatzen nicht ans Futter kommen. Takehe galten Anfang des 20. Jahrhunderts als ausgestorben, wurden dann aber wiederentdeckt und seither läuft ein Projekt zu ihrer Erhaltung. Gemäss Ranger können sie im Projekt pro Jahr bis zu 40 Junge ausbrüten; eines davon befindet sich im Nachbargehege. Das Takehepaar das dort lebt, hatte ein eigenes Ei, das war aber unbefruchtet, wurde dann durch ein befruchtetes ersetzt und von dem Paar ausgebrütet. Am 4. November ist das Junge geschlüpft, jetzt etwa ¾ so gross wie die Eltern und langsam fangen sich die Federn auf seinem Rücken an zu verfärben. Der Schnabel ist aber immer noch schwarz und wird erst so mit 2 Jahren vollständig rot sein.

Bei den Kakas, einer von 3 neuseeländischen Papageienarten, dürfen wir nicht ins Gehege, aber zuschauen wie sie gefüttert werden. Die Kakas bekommen Gemüse zu fressen, Rüebli, Peperoni und auch Chilis. Und als besonderen Leckerbissen bekommen sie noch Dattelstückchen. Die Parakeets daneben sind grüne Papageien und die bekommen heute Mais am Kolben. Die Stücke sind aufgespiesst auf Bambusstäbchen und dort können sie sich die Maiskörner holen. Ausserdem bekommen sie auch noch kniffligere Aufgaben, mit Rüebli und Äpfeln in kleinen Körben aus Drahtgeflecht. Damit werden sie eine Weile zu tun haben.

Wir haben genug gesehen und fahren weiter nach Manapouri bzw bis Pearl Harbour. Dort werden wir morgen unseren Ausflug starten. Der Campingplatz am nächsten bei Pearl Harbour ist voll, also fahren wir die Strasse Richtung Te Anau etwas zurück und fahren auf den Platz dort. Die Dame an der Reception ist schon uralt, älter jedenfalls als alle die Morris Minor die auf dem Platz zu finden sind. Mindestens 10 davon stehen herum, leider nicht im allerbesten Zustand, aber es hat wohl niemand Zeit und Geld sich um die Restauration zu kümmern. Dabei hat es verschiedene Modelle hier, verschiedene Jahrgänge, einen Kombi, ein Polizeiauto, zwei Pick-ups und ein altes Cabriolet. Würde man sich um die Autos kümmern, könnte man sicher einige wieder restaurieren.

Lake Manapouri

Wir begeben uns zu Fuss an den See hinunter und gehen die Strecke dem Ufer entlang bis wir wieder in Pearl Harbour sind. Dort erkundigen uns beim Personal, ob wir hier morgen richtig seien für die Tour zu Doubtful Sound. Das wird uns bestätigt und wir werden noch darauf hingewiesen, dass sie heute die Touren absagen mussten, weil das Schiff im Doubtful Sound einen Defekt hatte. Sie hoffen den bis morgen repariert zu haben. Wir tun das auch, aber werden wohl erst um 07:45 Uhr, beim Einchecken, Gewissheit haben. Dann gehen wir zu Fuss zurück zum Campground, durch ein Manapouri das nichts hat, was ein richtiges Dorf haben sollte, so wie ein Laden. Eine Tankstelle mit Shop, daneben eine Kirche, zu einem Restaurant umgebaut und weiter der Strasse entlang noch ein Motel mit Restaurant. Das ist gleich neben unserem Campingplatz, darum wollen wir dorthin für den Znacht. Das geht zu Fuss, aber als wir dort ankommen ist immer noch geschlossen. Alles zu! Also zurück zum Auto und zur Kirche! Dort gibt es gutes Pub-Food, auf dem Balkon im ersten Stock!

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