Der Campingplatz in Queenstown hat enge Stellplätze (darum der Unfall), hat wenige Duschen und WCs (war aber nie ein Problem) und ist teuer (Touristenstadt und Hochsaison), aber die Abwasserablassanlage ist super. Ein Gitter im Boden über das man fahren kann, Ventil öffnen und Abwasser ablassen. Die einfachste Anlage die ich bisher gesehen habe.
Wir machen uns auf den Weg Richtung Te Anau, am See entlang Richtung Süden und dann nach Westen. Unterwegs halten wir immer wieder mal an, um Fotos zu machen. Hier sieht es oft ähnlich aus wie in der Schweiz. Allerdings hat es sehr wenig Bäume, wenn man bedenkt, dass wir nicht sehr hoch oben in den Bergen sind. Entweder ist hier die Baumgrenze so viel tiefer oder die Bäume wurden alle gerodet. Unter anderem halten wir auch an um eine Schafherde zu fotografieren, die schön kompakt unter einem Baum steht. Als wir aber näher kommen, fangen die Viecher an davon zu rennen. Das vermindert unsere Chancen auf ein wirklich gutes Bild.

In Garston halten wir an und machen eine Pause. Die «Coffee Bomb» lädt zu einem Halt ein und hier gibt es sogar Gipfel ohne etwas drin! Wir kommen gerade rechtzeitig, denn nach uns halten viele Autos an, tun es uns gleich und beschäftigen die Damen der Bomb Crew.

Bis wir in Te Anau ankommen ist es schon Mittag und wir sichern uns als erstes einen Platz auf dem Campingplatz, dann fahren wir zum Anfang des Sees. Anfang deshalb, weil hier der Waiau Fluss in den See fliesst, dabei aber durch ein Wehr muss und so Strom produziert. Dann absolvieren wir den Dock Bay Walk. Etwas mehr als eine halbe Stunde durch den Wald, der mehrmals sein Erscheinungsbild ändert. Sind es zuerst viele hohe, nah beieinanderstehende Bäume, säumen schon bald viele Farne den Weg. Das sind teilweise richtige Farnbäume. Und nachher wird der Wald sehr moosig, die Farne sind fast ganz verschwunden. Bei der Dock Bay gibt es einen Strand wo es einige Leute hat die picknicken, wir haben aber gegessen und machen uns schon bald wieder auf den Rückweg. Bevor wir morgen nach Manapouri weiterfahren, wollen wir noch den Rainbow Reach Walk machen.

Wir fahren zurück nach Te Anau, aber am Campingplatz vorbei in die Stadt. Nebst ein paar Geschäften entlang der Hauptstrasse und einigen Restaurants und Cafés, hat es auch einen kleinen Park. In dem hat es ein nicht massstabsgetreues Modell des Lake Te Anau. Der See ist 65 km lang, 344 km2 gross, liegt auf 202 müM, aber erreicht eine Tiefe bis 226 Meter unter den Meeresspiegel (Rechne!) und ist der grösste Süsswasserspeicher in Australasien. Im Miniaturformat nicht ganz so eindrücklich, aber trotzdem informativ. Hätte das chinesische Restaurant schon offen, dann würden wir dort etwas Take Away holen, aber die machen erst später auf, also fahren wir zurück zum Campingplatz und kochen das Essen, das wir im Supermarkt gekauft haben. Nur geht heute die Mikrowelle nicht. Ich überprüfe, ob der Strom richtig angeschlossen ist, alle Geräte sich einschalten lassen und das Telefon an der Ladestation aufgeladen wird. Alles funktioniert, nur die Mikrowelle nicht. Ich kann mir nicht erklären warum, bis Amy fragt ob man diesen Stecker, den sie ausgezogen hat, um den Fön einzustecken, vielleicht wieder einstecken sollte…