Donnerstag, 23. Januar 2020 – The Catlins, Balclutha

Heute fahren wir der Southern Scenic Route entlang. Das heisst zuerst fahren wir bis Fortrose, dann biegen wir links ab, Richtung Waipapa Point. Der Leuchtturm dort ist aus Holz konstruiert, das Leuchtturmwärterhaus ist schon seit längerem abgebrochen. 1884 wurde das Leuchtfeuer das erst Mal entzündet, 1975 wurde es automatisiert und anschliessend das Haus abgebrochen. Wir beobachten einen Seelöwen am Strand, der sich dort räkelt und hin und her dreht.

Von hier aus fahren wir weiter nach Osten und halten dann wieder bei Slope Point. Südlicher als hier kommt man in Neuseeland nur, wenn man ein Schiff nimmt, schwimmt oder nasse Füsse bekommt. Eine weisse Säule um den Punkt zu markieren, ein Triangulationspunkt und ein Wegweiser, der anzeigt, dass es zum Südpol weniger weit ist als zum Äquator, das ist alles was es hier gibt. Ausserdem noch viel Wind. Vom Parkplatz aus ist es etwa 20 Minuten zu Fuss hierher, über eine Wiese ohne eigentlichen Weg, darum ist hier wohl auch nicht wirklich etwas los. Immerhin, als wir wieder zum Auto zurück gehen, kommen uns dann doch noch ein paar Leute entgegen.

Fantail

Dann fahren wir weiter nach Curio Bay. Dort gibt es etwas zu essen und dann gehen wir zum «Petrified Forest». Dafür geht es den «Penguin Walk» entlang, aber wir sehen dort keine Pinguine. Von den Dünen aus kann man die Versteinerungen schon erahnen, unten am Strand kann man sie dann gut sehen. Hier liegen diverse Baumstämme am Boden, gut zu erkennen zwischen dem andern Gestein. Von den Dünen aus kann man auch die Baumstümpfe des Waldes erkennen, der hier einmal gestanden hat. Über die Strasse geht es zum «Living Forest», einem typischen Regenwald hier, in dem ein kurzer Rundgang eingerichtet ist. An einem Ort sehen wir den «Fan Tail» wieder, ein Vogel mit einem Schwanz wie einem Fächer. Wenn man ruhig stehen bleibt, kommen diese Vögel ganz nahe und man kann versuchen, sie zu fotografieren. Das ist allerdings extrem schwierig, weil sie immer nur sehr kurz an einem Ort verweilen. Bis man sie im Sucher hat, sind sie schon wieder weggeflogen. Ausserdem kommt der Autofokus nie nach, denn da sind immer irgendwelche Blätter oder Äste in der Schusslinie. Von Hand zu fokussieren ist darum am einfachsten, aber brauchbare Bilder zu bekommen ist trotzdem fast unmöglich. Nach dem Rundgang im Wald gibt es hier auch Zmittag.

Tunnel Hill Tunnel

Dann fahren wir weiter zu den Niagara Falls. Hier hat sich der Namensgeber einen Scherz erlaubt, denn der Wasserfall ist kleiner als der Wasserfall vom Mettlenbach in den Aabach in Mönchaltorf. Die McLean Falls lassen wir links liegen (zu weit von der Strasse weg) und die Cathedral Cave ist geschlossen. Die ist nur bei Ebbe zu besichtigen. Am Purakaunui Wasserfall machen wir wieder Halt. Ein kurzer Spaziergang in den Wald führt uns zu diesem Wasserfall, der wirklich ein Wasserfall ist und über drei Stufen in das Becken fliesst. Der nächste Halt ist beim Tunnel Hill. Hier wurde für die Eisenbahn ein Tunnel durch den Hügel gebaut, aber die Eisenbahn gibt es nicht mehr. Den Tunnel schon, durch den darf man hindurch spazieren. Allerdings sollte man eine Taschenlampe dabei haben, denn es ist wirklich dunkel im Tunnel, auch wenn man das andere Ende jeweils sehen kann. Und im Tunnel ist es auch schön kühl, denn draussen wärmt die Sonne. Auf dem Rückweg kommt uns eine Familie entgegen, die wir schon von weitem hören und deren Licht wir sehen. Aber auch sie sind nur mit dem Licht von einem Telefon bewaffnet, wie wir auch. Irgendwo hatten wir doch ein besseres Licht…

In Balclutha finden wir unseren Campingplatz, gehen dann einkaufen und fahren dann einen Teil der Strecke, die wir hergekommen sind, wieder zurück. Bis zu Nugget Point geht es und dort geht es zu Fuss zum Leuchtturm. Wir warten eine ganze Weile auf der Besucherplattform, aber wir sehen nur Vögel und Robben, aber keine Pinguine! Wegen denen sind wir doch eigentlich hergekommen. Dann hoffen wir, dass wir sie in Oamaru dann sehen.

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