
Von Nelson nach Takaka führt nur eine Strasse und die führt über den Takaka Hill und hat mehr Kurven als die Streck von Chur nach Arosa. Ausserdem hat es auch eine längere Baustelle, weil diverse weggeschwemmte Stellen repariert werden müssen. Aber fast ganz oben fahren wir kurz von der Strasse weg, zum Hawks Lookout. Hier hat man einen guten Überblick über das Tal in dem Nelson liegt. Man sieht wie steil der Hügel ist und wie der Wald genutzt wird.

Ganz oben angekommen halten wir auf dem Parkplatz für den Takaka Hill Walk und sehen uns an, was für Walks hier angeboten werden. Den ganz langen wollen wir nicht machen, das dauert uns zu lange, aber bis zum Gipfel hoch (950 MüM) wollen wir es versuchen. Das sollte nicht mehr als 90 Minuten dauern. Die ersten Meter geht es leicht abwärts, aber dann geht es steil die Schotterstrasse hinauf, das macht das Laufen nicht einfacher. Oben geht es dann in den Busch, da hat es weniger Schotter, aber dafür mehr Steine und stachlige Pflanzen. Der Weg ist schmal, offensichtlich nicht so oft begangen. Ein Stück weiter oben mündet er wieder in die Schotterstrasse ein, die bis zum Gipfel hoch geht, denn dort oben stehen einige Sendeanlagen und der Mechaniker ist mit seinem 4WD gerade dort. Hier geht der Blick nicht nur ins Tal bei Nelson, sondern auch ins Tal von Takaka und auf die Golden Bay. Und es ist windig hier oben; kalt bläst uns der Wind um die Ohren. Weil wir immer noch nicht die ganz lange Route gehen wollen, aber nicht mehr den ganz gleichen Weg zurück gehen wollen, nehmen wir die Schotterstrasse zurück. Auf dem Kies im Gefälle rutscht Amy aus und schürft sich die linke Hand auf. Das verarzten wir schnell und dann geht es zurück zum Auto, wo wir uns ein improvisiertes Mittagessen machen.

In Takaka fahren wir etwas weiter und biegen nach ein paar Kilometern links ab in den Wald, zu den Waikoropupu Springs: Heilige Maori Quellen, die das klarste Wasser sprudeln lassen, das man sich denken kann. In einem 20-minütigen Walk geht es durch den Wald und über das klare Wasser. Es ist erstaunlich wie klar es ist. Die Quellen als solches kann man nicht sehen, denn das Wasser sprudelt unter der Wasseroberfläche aus dem Boden. Man sieht nur den unruhigen Wasserspiegel, wo das Quellwasser heraufkommt. Als Besucher ist man angehalten jeden Kontakt mit dem Wasser zu vermeiden und mitnehmen darf man auch keines.

Dann fahren wir zurück und zu den Labyrinth Rocks. Eine Steinformation die wie ein Labyrinth aus dem Fels geschwemmt wurde. Schmale und breite Durchgänge, sowie Tunnels in den Felsen lassen es wie ein Labyrinth wirken, auch wenn es nur einen Hauptgang gibt und man einfach wieder heraus findet. Einige Steinformationen haben Namen und einige machen ihrem Namen auch alle Ehre, andere sind etwas schwieriger zu erkennen. Dass das Labyrinth auch für Kinder interessant ist, wurden kleine Plastikspielzeuge versteckt, das kleinste vielleicht 4 cm gross, das grösste etwa 20. Wir sehen beim Durchgehen so um die 20, gemäss einem Hinweis von früheren Besuchern sollen es über 80 sein. Um die alle zu finden sind auch Kinder eine Weile beschäftigt.
Dann fahren wir nach Pohara Beach, um uns einen Platz auf dem Campingplatz zu sichern und dann geht es weiter zu «The Grove». Labyrinth Rocks in gross, sozusagen. Eine Felsformation mit engen Durchgängen und gewundenen Wegen und einem Lookout über das Takaka Tal. Ein wunderschöner Walk auch an einem heissen Tag, denn die meiste Zeit geht man im Schatten der Bäume und Felsen. Von dort geht es dann zurück zum Campingplatz, wo wir uns einrichten und dann zu Fuss über die Strasse gehen, ins lokale Pub. Dort bedient uns Alex, ein Italiener, der das Handwerk offensichtlich gelernt hat und nun seine Kollegen trainiert. Es kann nicht schaden, dass die etwas von ihm lernen, denn sie sind noch jung und unerfahren. In den Reviews dieses Restaurants wird auch immer wieder die Bedienung als Schwachpunkt erwähnt, aber das könnte sich nun ändern.