Samstag, 8. Februar 2020 – Huka Falls, Craters of the Moon, Taupo, Te Puia, Rotorua

Heute geht es via Turangi Richtung Taupo, wo wir gleich zum Parkplatz des Huka Falls fahren. Anhand des Rauschens, das man schon beim Aussteigen hört, müsste das ein grösserer Wasserfall sein. Wir gehen über die Brücke, wo all die andern Touristen sind in Richtung des Rauschens. Die Brücke führt über einen natürlichen Kanal, durch den der Fluss strömt, daher das laute Rauschen. Für Wildwasserkanuten wäre das sicher ein Traum hier, aber vielleicht auch zu gefährlich, weil der Kanal im Wasserfall endet. Wir gehen dem Kanal entlang bis zum Wasserfall. Laut strömt das Wasser über die Stufe, aber hoch ist der Fall nicht, nur gerade vielleicht 5 Meter. Amy jedenfalls findet der Rheinfall sei spektakulärer, weil höher und breiter und ich muss ihr da recht geben.

Wir fahren dann der Strasse entlang weiter und kommen schon bald zu den Weirakei «Craters of the Moon». Ein Walk durch einen geothermischen Park, mit vielen Kratern aus denen Dampf aufsteigt. Es sieht aus als sitzen wir auf einem Vulkan. An einigen Orten wird der Dampf mit Druck aus dem Boden gepresst und dort spürt man auch die Hitze. Mit etwas Wind aus der richtigen Richtung wird der Dampf auch auf die Linse der Kamera geblasen. Und es riecht im ganzen Park nach Schwefel.

Zurück in Taupo suchen wir uns einen Parkplatz und gehen etwas essen. In einem griechisch angehauchten Restaurant gibt es Tacos, die fein sind, aber die ich nicht gerade als typisch griechisch bezeichnen würde. Auf dem Rückweg zum Auto kaufen wir uns in einem japanischen Restaurant an der Strasse etwas Sushi, Nachtessen zum Mitnehmen.

Dann fahren wir weiter nach Rotorua und biegen am Anfang der Stadt auf den Parkplatz von Te Puia ab. Te Puia ist ein Park im Te Whakarewarewa Geothermal Valley mit aktiven Geysiren und Mud Pools. Te Whakarewarewatangoteopetauaawahio (so heisst der Platz mit vollem Namen) erfüllt mehrere Zwecke. Einerseits die Erhaltung der Geysire und Mud Pools, die bis in die 60er Jahre so stark genutzt wurden, dass die Geysire inaktiv wurden. Dazu gibt es eine Station zur Erhaltung der Kiwis, die bedroht sind. Und dann gibt es hier noch eine Schule für Maori (Maori Arts and Crafts Institute), wo sie Traditionen überliefert bekommen und lernen können, wie zum Beispiel das Holzschnitzen.

Die Gratisführung bringt uns zuerst zu den Kiwis. Weil Kiwis nachtaktiv sind, ist das Gehege abgedunkelt und hinter Glas. Die Kiwis hier werden im Brutkasten ausgebrütet, bleiben dann etwa 3 Jahre hier und werden dann wieder in die Freiheit geschickt. Wild gebrütete Kiwis werden schon nach etwa 3 Monaten von ihren Eltern allein gelassen. Von den 3 Kiwis, die im Moment hier sind, sehen wir nur einen, der im Gehege herumwandert. Das Weibchen im gleichen Gehege ist irgendwo in seinem Nest versteckt. Und der dritte Kiwi ist im zweiten Gehege, aber allein und abgeschirmt, weil er von den Zuschauern gestresst war. Immerhin haben wir so doch noch einen lebenden Kiwi zu Gesicht bekommen.

Pohutu Geysir

Bis wir aus dem Kiwihaus herauskommen, ist auch der Pohutu Geysir aktiv. Heisses Wasser (95°) sprüht hier an 3 Orten aus dem Boden. Eine Fontäne kündigt jeweils die Eruption an, die zweite ist dann die anhaltende Fontäne, die bis zu 30 Meter hoch werden kann. Und die dritte ist eine kleine Fontäne etwas weiter unten und spritzt nur ab und zu etwas Wasser hoch. 20 Minuten später spritzt das Wasser immer noch aus dem Boden und niemand weiss jeweils, wie lange die Eruption anhält.

Die Mud Pools sind Löcher mit flüssiger Erde oder Lehm, die durch das heisse Wasser blubbern und ab und zu Dreck in die Luft schleudern. Werden sie weniger aktiv, werden sie oben hart und baut sich dann der Druck des Dampfes wieder auf, explodiert oben der Deckel und dann gibt es wieder einen blubbernden Pool mit gesundem Lehm.

Maori Versammlungshaus

Weil die Maori Kultur und Sprache für längere Zeit verboten war und unterdrückt wurde, ging vieles der Maori Traditionen in Vergessenheit. Aber seit den späten 60-er Jahren wird die Kultur wieder gefördert und die Schule hier wurde zu diesem Zweck hier aufgebaut. Alte Traditionen werden hier wieder gelehrt und die Schüler bringen sie wieder in ihre Gemeinde zurück, dass sie dort weiter verbreitet werden können. Hier ist die Schule für Arts und Crafts, wo unter anderem auch die Schnitzkunst wieder gelehrt wird. Die traditionellen Maori Häuser folgen einer Bauweise mit klaren Vorgaben und im grössten Haus hier sind die Schnitzereien von den Schülern der Schule hergestellt worden.

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