Sonntag, 9. Februar 2020 – Buried Village of Te Wairoa, Te Wairoa Falls, Hobbiton, McLaren Falls, Omokoroa

Auf dem Weg zur «Buried Village of Te Waiora» kommen wir noch an einem Lookout vorbei, wo wir kurz anhalten. Aber wirklich nur kurz, denn die beiden Seen, die man von dort sehen kann, halten nicht wirklich, was die Namen versprechen. «Green Lake» ist eher blau und «Blue Lake» ist dunkelblau., aber dem Vergleich zu andern Seen, mit gleichen oder ähnlichen Namen können diese beiden nicht standhalten.

Zeitungsfoto von 1886 – The Buried Village
Haus in „The Buried Village“ heute

Wir kommen genau um 08:59 Uhr bei der «Buried Village» an; um 9 Uhr wird geöffnet, perfektes Timing. Eine ältere Dame in viktorianischen Kleidern heisst uns willkommen und verkauft uns die Tickets. Die «Buried Village» ist ein Dorf, das am 10. Juni 1886 bei einem Vulkanausbruch in der Nähe von Schlammlawinen und Ascheregen verschüttet und grösstenteils zerstört wurde. Bekannt war das Dorf allerdings, darum hatte es auch 2 Hotels und diverse Touristen, durch die weissen und rosa Kalksteinterrassen (wie Pamukkale in der Türkei), die mit dem Schiff über den See von Dorf aus besucht wurden. Der Vulkanausbruch setzte dem alles ein Ende, denn die Terrassen wurden völlig verschüttet. Der Platz wo das Dorf stand ist ziemlich eben und Ausgrabungen haben einige der Häuser wieder zum Vorschein gebracht, bzw. man hat einige wieder etwa so aufgebaut wie sie damals waren. Es fällt auf, dass bei allen Häusern, die wieder errichtet wurden, das Land heute etwa auf Höhe der Dachrinne ist, also der Schlamm und die Asche deckten alles etwa eineinhalb Meter tief zu; Pompeij auf Neuseeländisch!

Der See auf dem die Touristen zu den weissen und rosa Kalksteinterrassen gebracht wurden, liegt tiefer als das Dorf und auf dem Weg dort hinunter, bildet der Dorfbach einen schönen Wasserfall, der in mehreren Stufen zum See hinunter stürzt, wobei die höchste etwa 30 Meter hoch ist. Ein gut ausgebauter Fussweg führt heute dort hinunter. Und dann wieder hinauf… Aber als Belohnung gibt es dafür anschliessend im Café einen feinen Zmittag.

Hobbiton

Anschliessend geht es nach Matamata und nach Hobbiton. Das Movie Set von Hobbiton liegt etwa 20 km ausserhalb von Matamata und kann nur mit einer Führung besichtigt werden. Und das ist nicht gerade billig, aber wenn wir schon da sind… Nach den «Lord of the Rings» Filmen wurde das Movie Set abgebaut, aber für die «The Hobbit» Filme wieder aufgebaut und dann stehen gelassen. Als Hobbit Fan muss man das Dorf unbedingt gesehen haben, aber auch wenn man nicht alle Filme gelesen und keines der Bücher gesehen hat, erfährt man doch viel Interessantes zu den Dreharbeiten, die hier stattgefunden haben. An vielen andern Orten in Neuseeland wurde auch gefilmt, aber alles was in Hobbiton spielt, wurde hier gefilmt. Allerdings nur die Aussenaufnahmen, die Aufnahmen in den Häusern wurden im Studio gedreht. So ist hinter den Türen der Hobbithäuser jeweils nur gerade soviel Platz, dass die Türe geöffnet werden kann und die Struktur des Hauses hält und nicht einstürzt. Am Ende der Tour gibt es im «Green Dragon» noch etwas zu trinken (Amber Ale, Stout, Apple Cider oder Ginger Beer) und dann geht es zurück zum Parkplatz. Von dort fahren wir los Richtung Coromandel, aber nicht einfach Richtung Norden, sondern Richtung Osten. Dabei kommen wir an einem Wegweiser «McLaren Falls» vorbei. Wir biegen ab und sehen uns die Falls an! Von den Brücken über den Fluss sieht man die Falls nicht, wir müssen schon zu Fuss hin. Und dann wird auch klar, warum man die Falls vom Auto aus nicht sehen kann, weil sie nämlich fast nicht existieren. Der Wasserstand des Flusses ist so tief, dass gerade mal ein paar Rinnsale über die Felsen plätschern. Würden die Schleusen beim Damm oben mehr geöffnet, dann gäbe es richtig schöne Wasserfälle. Aber unter den Brücken ist das Wasser so tief, dass diese, trotz Verbotsschildern, als Absprungplätze benutzt werden. Und die sind ganz schön hoch.

McLaren Falls

Wir fahren dann weiter nach Omokoroa, wo wir einen netten Campground finden. Gegenüber ist der Supermarkt und daneben eine Pizzeria, also ist für Znacht auch schon gesorgt. Ich gehe nachher noch in die Hot Pools im Campground, richtig schön warmes Wasser, ich schätze so 38°!

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