Mittwoch, 12. Februar 2020 – Whangarei, Kawakawa, Wautangi, Kerikeri

Te Kakano – The Seed

Eine längere Fahrt heute Vormittag bringt uns durch Auckland hindurch bis nach Whangarei. Unterwegs, in Orewa, halten wir an um etwas Wasser und Früchte zu kaufen und essen und trinken ein spätes Frühstück im «The Tent», gleich neben dem Supermarkt. In Wangharei angekommen stellen wir unser Auto auf den Parkplatz, beim Uhrenmuseum und der Uferpromenade. Dort steht «Te Kakano – The Seed», ein kleines Haus als erster Schritt entworfen von einem lokalen Architekturbüro, von der Hundertwasser Stiftung in Wien gutgeheissen und dann hier gebaut, als Testbau für Design, Material und Konstruktion des Hundertwasser Kunst Zentrum mit der Wairau Maori Kunst Galerie, die momentan daneben im Bau sind. Auch wenn der Rohbau noch nicht fertig ist, kann man an einigen Stellen doch schon ganz klar Hundertwasser-Stil erkennen.

Als wir zum Parkplatz (gebührenpflichtig) zurückkommen, steht neben unserem dreckigen Van ein sauberer, weisser McLaren 720S (Kostenpunkt ab 300’000 USD aufwärts). Zuerst wollen wir ihn gegen unser Auto eintauschen, aber bei genauerem Hinsehen dann doch nicht, weil wir an unserem Auto nämlich keinen Bussenzettel unter dem Scheibenwischer haben! Anscheinend hat das Geld fürs Parkieren nicht mehr gereicht…

Von hier aus geht es weiter zu den Whangarei Falls. Der Parkplatz ist oben am Wasserfall, aber man kann den Fall auch von oben sehen. Besser zu sehen ist er aber, wenn man die 101 Treppenstufen durch den Wald nach unten geht und dann über die Brücke. Der Fall ist etwa 30 Meter hoch, führt aber momentan nicht viel Wasser, es ist hier immer noch viel zu trocken. Idealerweise besucht man die Fälle nach einer Regenperiode und vormittags, dann hat es viel Wasser und das Licht ist besser zum Fotografieren. Auf der anderen Seite geht es wieder hinauf, hier ist es eine Rampe und 27 Stufen, wenn man eine Spitzkehre abkürzen will.

Weiter nach Norden halten wir wieder in Kawakawa. Dort gibt es eine sehenswerte, öffentliche Toilette, entworfen von Friedensreich Hundertwasser! Ich frage mich, ob er die Gegend wohl einmal besucht hat? Ich würde Google fragen, aber Internet ist in diesen Tagen etwas rar. Das Design der Toilette hat auf einige andere Gebäude abgefärbt, es gibt noch mehr Konstruktionen, die den Mosaiken von Hundertwasser nachempfunden sind. Auch hat es hier eine historische Bahnstrecke, die an den Wochenenden betrieben wird. Vom Bahnhof aus führt die Strecke zuerst mitten auf der Strasse durchs Dorf, die Autos fahren links und rechts vom Gleis. Glücklicherweise hat es hier nicht so viel Verkehr.

Auf unserem Weg nach Kerikeri machen wir noch in Wautangi Halt, bei der Unterzeichnungsstätte des Vertrags zwischen Maori und englischer Krone am 6. Februar 1840. Für das Museum braucht man, gemäss Auskunft, etwa 3 Stunden und in 20 Minuten wird geschlossen. Auf 3 Stunden Führung und Museum hätten wir jetzt auch keine Lust, darum fahren wir weiter Richtung Kerikeri. Am Golfplatz von Waitangi vorbei geht es und dann hört die Strasse plötzlich auf. Also nicht die Strasse, nur der Belag; wir sind wieder einmal auf einer Schotterpiste unterwegs. Zum Glück nur etwa 10 Minuten lang, dann sind wir wieder auf normaler Strasse unterwegs bis nach Kerikeri.

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