

Während wir der Strecke des TomToms folgen, sehen wir eine alte Brücke über den Fluss, aber hier können wir nicht anhalten, um zu fotografieren. Also fahren wir weiter und schwenken auf den nächsten Parkplatz ab und stellen unser Auto dort ab. Wir sind angekommen wo wir hin wollten, in der Karangahake Gorge. Hier gibt es verschiedene historische Wanderungen und die interessantesten wollen wir machen. Zuerst geht’s auf den Window Walk, über die beiden Hängebrücken und dann die Treppe hinauf zum Trassee der alten Minenbahn. Die Strecke führt die Schlucht hinauf und durch alte Minentunnels, mit Fenstern zur Schlucht hin. Der letzte Tunnel ist lang und gewunden und ohne Licht fast unmöglich zu bewältigen. Hier wurde bis tief in den Berg hinein nach Gold, Silber und Eisen gegraben. Das Gestein wurde dann mit der Bahn in die Schlagwerke (Battery) gefahren, dort oben hineingekippt und solange zerkleinert, bis unten Sand herauskam, aus dem dann chemisch die Metalle herausgewaschen wurden. Die Schienen der Bahn wurden restauriert, die Tunnels sind original und von den Batteries gibt es nur noch Ruinen. Zurück geht es dann auf der anderen Seite des Flusses, ebenfalls einem ehemaligen Bahntrassee entlang.


Zurück beim Ausgangspunkt gehen wir nun auf den Railway Tunnel Loop. Zuerst kurz flussabwärts, dann über die kombinierte Brücke über den Fluss. Unten führt die Strasse hinüber und oben darüber gibt es den Fussweg, der dann direkt, über der jetzigen Strasse, in den ehemaligen Bahntunnel führt. Schon beim Eingang sieht man das Licht am Ende des Tunnels, aber bis dorthin geht es einen Kilometer weit geradeaus leicht aufwärts. Der Tunnel wird von Fussgängern und Velofahrern benutzt, links gehen ist angesagt, weil nicht alle Verkehrsteilnehmer im Tunnel mit Licht unterwegs sind und die Beleuchtung im Tunnel ist sehr spärlich. Wir schaffen es ohne Zusammenstösse bis ans andere Ende und kommen dort direkt auf der Brücke an, die wir auf der Herfahrt schon gesehen haben. Hier sind wir jetzt aber unter der heutigen Strasse. Über die Brücke geht es auf die andere Seite dieses Flusses, auf einem, stellenweise, schmalen Wanderweg. Und auch hier finden wir uns am Schluss wieder beim Ausgangspunkt. Dort essen wir unseren Zmittag, Crackers und Beef Jerky, weil wir nicht ins Café auf der anderen Strassenseite wollen.

Stattdessen fahren wir los Richtung Hahei, wo wir am Dorfeingang unser Auto auf dem grossen Parkplatz abstellen. Wir lösen ein Busbillet, das auch die Parkplatzgebühr enthält, und fahren dann mit dem Shuttle Bus zum Ausgangspunkt des Fussmarsches zur Cathedral Cove. Es sind etwa 40 Minuten bis an den Strand und es geht hinunter, dann wieder hinauf und wieder hinunter. (Und die gleiche Strecke geht es nachher wieder zurück!) Cathedral Cove ist eine Höhle in einer Bergzunge die über den Strand hinausragt und verbindet so die Strände auf beiden Seiten. Natürlich hat es viele Leute und Fotos ohne Leute zu machen ist um diese Zeit unmöglich. Dazu müsste man früh am Morgen herkommen aber beim Anfangspunkt des Walks hat es keinen Parkplatz. Also muss man dazu im Dorf parkieren und dann ist der Anmarsch bis zur Cove eineinhalb Stunden. Aber es ist sehr schön hier, die Strände sind sandig und sauber und das Meer schön blau! Der Rückmarsch zum Shuttlebus bringt uns dann wieder ins Schwitzen und wir machen uns auf den Weg nach Coromandel. Dort wollen wir übernachten und TomTom will uns in etwas mehr als einer Stunde dorthin bringen.
Wir sind auf normalen Hauptstrassen unterwegs, wie üblich mit vielen Kurven. Und es hat auch Verkehr, darum muss dann leider auch ein wildes Huhn, das sich nicht entscheiden kann auf welche Seite es rennen soll, sein Leben unter unserem Auto lassen. Irgendwo sehe ich dann auf einem Wegweiser «Coromandel 62km», aber mein TomTom zeigt nur noch 25 km an. Wollen wir wirklich ans gleiche Ort? Kurz darauf biegen wir links ab, auf eine Nebenstrasse (schmaler und kurviger als die Hauptstrassen), die schon bald darauf keinen Belag mehr hat. Jetzt ist es eine Kiesstrasse die uns über den Hügelzug führt. Das ist «The 309 Road», eine Passstrasse vom feinsten, mit vielen Kurven und Steigungen. Spitzkehren sind manchmal geteert, aber sonst ist es staubig, an manchen Ort, wo Wasser den Berg herunterläuft, matschig. Die Bäume entlang der Strasse sehen auch entsprechend aus! Hin und wieder kommt uns ein Auto entgegen, aber zum Kreuzen ist immer genug Platz. Nach der Passhöhe geht es auf trockener Strasse weiter und wir werden von einem einheimischen Autofahrer überholt. Die Staubwolke, die er hinterlässt, ist so dicht, dass ich anhalten muss, weil ich nichts mehr sehen kann. Kurz darauf finden wir uns hinter zwei gemieteten Autos wieder und die Fahrer sind sich die schmalen, kurvenreichen Strassen offensichtlich nicht gewohnt, so langsam wie sie unterwegs sind.
Als wir dann auf dem Campground in Coromandel ankommen, hätte unser Auto eine Wäsche nötig, aber hier herrscht Wassermangel, also bleibt der Dreck am Auto!
