Samstag, 15. Februar 2020 – Maingaturoto, Piroa Falls, Muriwai, Ramarama

Das Nachtessen gestern Abend fiel ziemlich mager aus (wir haben nichts mehr im Kühlschrank und ein Restaurant gibt es in Pahi nicht), darum gibt es heute ein üppiges Frühstück in Maingaturoto im Tulip Café. Die Portionen sind so gross, dass Amy ihre Omelette mit Speck, Spinat und Pilzen nicht ganz aufisst. Und zu meinem Rührei hätte es nicht Rösti UND Pommes Frites gebraucht, aber das ist halt so das übliche hier.

Piroa Falls

Hier in der Nähe befinden sich die Piroa Falls. Ein weniger bekannter Wasserfall, der nur auf einer ungeteerten Strasse zu erreichen ist und nach dem Frühstück fahren wir dort hin. Wäre es nicht angeschrieben, würde man den Parkplatz für eine Ausweichstelle halten und die Treppe zum Wasserfall im Gebüsch nicht sehen. Wir parkieren, schön vernünftig wie auf der Tafel angeschrieben, längs am Rand der Strasse, dass es auch für andere Autos noch Platz hätte. Dann steigen wir die Treppe in den Wald hinunter. Es sind nur wenige Stufen, dann kommt ein schmaler Weg bis zum Fluss hinunter. Ein betonierter Steg führt über den Fluss und dahinter führt der Weg weiter. Schon von weitem hören wir den Lärm von einigen Jugendlichen, die offensichtlich beim Wasserfall am Schwimmen sind. Ihre Rucksäcke und Kleider sind beim Picknicktisch. Wir gehen daran vorbei und kommen zur Stelle im Fluss, wo man den Wasserfall sehen kann und auch die vier Jungs, die dort am Baden sind. Aber als sie uns kommen sehen, machen sie sich aus dem Staub. Der Fall ist eindrücklich, mehr Wasser würde auch hier noch den Effekt steigern. Allerdings wäre dann der Weg möglicherweise nicht mehr so einfach zu bewältigen (Betonsteg knapp über dem Fluss). Mit Geschick kann man bis auf die andere Seite des Flusses balancieren und den Wasserfall aus einem anderen Blickwinkel fotografieren. Beim Rückweg zum Auto sind sich die vier Jungs immer noch am Anziehen, bevor sie zu Fuss (kein Auto und keine Velos in Sicht) wieder nach Hause müssen.

Weiter die Kiesstrasse entlang kommen wir dann wieder auf eine geteerte Strasse und fahren weiter Richtung Auckland, aber vorher kommt noch ein Abstecher nach Muriwai hinzu. Wir parkieren hinter den Dünen und gehen dann an den Strand. Der Sand hier ist grösstenteils schwarz, ebenso der Strand. Dafür ist der feuchte Sand sehr hart und so können sogar Autos mit den Bootsanhängern an den Strand fahren. Das hat aber auch seine Tücken, bleibt vor uns doch ein Auto mit Bootsanhänger im Sand stecken und die Besitzer sind etwas am Schaufeln und dann am Stossen, dass das Auto den Anhänger wieder vom Strand bringt.

Basstölpel

Wir gehen zur «Gannet Colony». Die Basstölpel, so heissen die Vögel auf Deutsch, nisten hier am Felsen und ziehen hier ihre Jungen auf. Im Moment sind die meisten Jungen noch nicht flügge, aber nur ganz wenige sind noch im ganz weissen Federkleid. Die meisten Jungen sind schwarz-weiss gefleckt und gegen die dunklen, mit Vogelkot gesprenkelten Felsen gut getarnt. Die Eltern sind immer wieder hier, um zu füttern, mit heraufgewürgtem Fisch. Es riecht hier auch entsprechend. Der starke Wind hier wird von den Vögeln gesucht, der hilft beim Starten und Landen an der steilen Küste. Und er wird auch den Jungen bei ihren ersten Flügen helfen. Ausgewachsen können sie eine Länge bis zu einem Meter erreichen und haben eine entsprechend grosse Spannweite, denn sie sind ausgezeichnete Segler.

Von hier aus geht es weiter nach Ramarama, einem Campground südlich von Auckland, aber bequem für die Rückgabe des Autos am Sonntag. Das Büro des Zeltplatzes ist geschlossen, aber Instruktionen am Büro teilen uns mit, einen Platz aufzusuchen und nach halb fünf, wenn das Büro aufmacht, sich dort zu registrieren und zu bezahlen. Wir suchen uns einen guten Platz, benutzen schon die Duschen und machen ein letztes Mal die Wäsche. Bis das alles fertig ist, hat dann auch das Büro geöffnet und wir können den administrativen Teil erledigen. Später am Abend gehen wir dann ins «Country Inn», das lokale Hotel und Restaurant, für ein feines Nachtessen. Und wieder zurück auf dem Campground ist Packen dran.

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